„Ladies in Black“: Glatte Niederlage für Köpenick

Von: Roman Sobierajski
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Feierten ihren Sieg vor 1069 Zuschauern: Die „Ladies in Black“ Aachen. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Manuel Rieke hatte die schwerste Aufgabe an diesem Abend. Der frühere Volleyball-Nationalspieler und jetzige Coach des Köpenicker SC musste nicht nur die glatte Niederlage (14:25, 17:25, 16:25) seines Teams gegen die „Ladies in Black“ Aachen zur Kenntnis nehmen.

Er hatte vor 1069 Zuschauern auch noch den undankbaren Job, als Gästetrainer die wertvollste Aachener Spielerin dieser kurzen Begegnung bestimmen zu müssen.

„Dafür hätte man heute Abend jede aussuchen können“, stellte der 34-Jährige schulterzuckend fest. „Noch nicht einmal über den Kampf ist bei uns etwas gegangen. Aachen hatte einen sehr guten Block und hat enormen Druck gemacht.“

Letztendlich entschied sich Rieke für Nika Daalderop als MVP, die als Außenangreiferin die Bälle ebenso knallhart versenkte, wie ihre Kollegin McKenzie Adams auf der anderen Seite sogar schlechte Zuspiele noch mit viel Gefühl am gegnerischen Block vorbeilegte und ebenfalls punktete.

Der KSC-Trainer hätte mit der gleichen Berechtigung aber auch Mittelblockerin Anna Kalinovskaya nehmen können, die nicht nur wie auch Jeanine Stoeten in der Mitte mit der „schwarzen Wand“ die Köpenicker Angreiferinnen verzweifeln ließ, sondern - präzise bedient von Zuspielerin Femke Stoltenborg  - mit Angriffen im ersten Tempo die gegnerische  Feldabwehr vor große Probleme stellte.

Doch Stoltenborg führte nicht nur Regie und setzte Diagonalangreiferin Ioana Baciu, die mit einem Einzelblock den ersten Matchball verwandelte, in Szene,sondern schlug auch Asse und unretournierbare Aufschläge im ohnehin fast fehlerfreien Aachener Servicespiel. 

Und dann wäre auch noch Libera Kisten Knip infrage gekommen, die einen Sahnetag erwischte und zwei Hände voll Köpenicker Angriffe vom Hallenboden kratzte und ihre Mannschaft so im Spiel hielt. „Wir haben im Training gespürt, dass wir im Vergleich zum Spiel in Vilsbiburg etwas ändern müssen“, zeigte sich auch Aachens Trainerin Saskia van Hintum mehr als zufrieden mit dem Auftritt ihres Teams, der Mut macht für die anstehenden drei Auswärtsaufgaben in Münster, Potsdam und Dresden - und für ein mögliches erneutes Kräftemessen mit Köpenick in den Pre-Play-offs.

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