„Ladies in black“: Gegen Münster im Januar Wende einleiten

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Lob vom Trainer: „Karine Muijlwijk hat ein dominantes Spiel abgeliefert“, sagte Stefan Falter. Sie wurde zur wertvollsten Spielerin der Partie gegen Vilsbiburg gekürt. Foto: Wolfgang Birkenstock

Vilsbiburg/Aachen. Ein deutlich vernehmbares Aufatmen gab es nicht. Alemannia Aachens Bundesliga-Volleyballerinnen sind aber heilfroh, dass diese nach dem guten Auftakt gegen Hamburg (3:2) verkorkste Hinrunde der fünften Saison um Oberhaus vorbei ist. Liebend gerne hätten sich die „Ladies in black“ am Samstag ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk gemacht.

Obwohl es nicht nur im dritten Satz einige gute Ansätze gegeben hatte, stand bei den Roten Raben Vilsbiburg jedoch letztlich ein 0:3 (17:25, 20:25, 23:25) zu Buche.

„Das gute Saison-Start-Spiel gegen Hamburg hat uns hoffen lassen, dass eine stabile Leistung genügen würde, unser Ziel zu erreichen. Das war und ist das Erreichen der Pre-Playoffs“, schaut Trainer Stefan Falter zurück. „Diese Einschätzung hat sich nicht bestätigt, zumal die Konkurrenz mit ihren im Vergleich zu uns besseren Möglichkeiten noch stärker ist, als wir vermutet hatten.“

Da der Coach nichts davon hält, sich ständig mit der Vergangenheit zu beschäftigen, richtet er den Blick dann aber gleich nach vorne. „Meine Spielerinnen haben bis zum ,dritten Feiertag‘ frei, bevor es dann wieder losgeht“, erklärt er. „An Neujahr ist dann noch einmal Pause. Ich wünsche uns, dass unsere Verletzten dann schnell wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte sind und wir künftig von derartigen Geschichten verschont bleiben.“

In der Ballsporthalle Vilsbiburg fehlten noch Angie Bland und Laura Weihenmaier, die Hauptrollen in allen Zukunftsüberlegungen spielen. Ohne dieses Duo waren die Gäste zu Beginn ebenbürtig, was sich in einem 5:5-Zwischenstand niederschlug. Über 8:6 und 13:8 setzten sich die Roten Raben mit der sehr gut disponierten ehemaligen Alemannin Jana-Franziska Poll auf 21:15 ab. Das war der Grundstein zum Gewinn des ersten Satzes.

Im zweiten Durchgang erlebten die 916 Zuschauer eine Parallele. Nachdem Aachen erstmals in der Partie eine leichte Führungen erzielt hatte, hieß es wieder 5:5. Und erneut machten die Gastgeberinnen um ihren argentinischen Trainer Guillermo Carlos Gallardo daraus einen vorentscheidenden 8:5-Vorsprung. Dieser wurde über 14:9 auf 21:14 ausgebaut. Die überragende Karine Muijlwijk und ihre Teamgefährtinnen wehrten sich nach Kräften, schafften aber nur noch eine Resultatsverbesserung.

Im dritten Abschnitt stand es abermals 5:5, als Vilsbiburg zulegte und auf 10:5 wegzog. Dann allerdings schlugen die „ladies in black“ zurück, feierten beim 13:13 den Gleichstand und später sogar eine eigene Führung (18:17). Auch als der Gegner vier Punkte in Folge gemacht und mit 21:18 sowie 24:21 vorne gelegen hatte, schockte das den Gast nicht. Er wehrte zwei Matchbälle ab, um dann doch die Segel streichen zu müssen.

„Dem Gegner gerade in diesem dritten Satz einige Probleme bereitet zu haben, spricht für meine Mannschaft und lässt mich hoffen“, bilanzierte Stefan Falter. „Karine Muijlwijk hat ein dominantes Spiel abgeliefert und für ihren wuchtigen Auftritt mit Recht die Auszeichnung für die wertvollste Akteurin erhalten. Karen Lißon hat die Bälle souverän verteilt und Nikolina Kovacic bewiesen, dass sie aus ihrem Formtief heraus ist.“

Das alles sind gute Voraussetzungen dafür, dass am ersten Januar-Sonntag eine andere Mannschaft auf das Feld geht, um gegen den USC Münster die Wende einzuleiten. Und das gilt nicht nur, weil dann Angie Bland voraussichtlich wieder fit ist. (eck)

Aachen: Biranowska (Libera), Lißon, Borowikow, Muijlwijk, Rozier, Bednarova, Kovacic; eingewechselt: Dégi

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