Aachen - „Ladies in Black“: Erneut kein Sieg im Tiebreak

„Ladies in Black“: Erneut kein Sieg im Tiebreak

Von: Roman Sobierajski
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Zu Beginn packte der Aachener Block – hier mit Maja Pucarevic (Nr. 12) und Ivona Svobodnikova zu, im weiteren Verlauf leisteten sich die „Ladies“ zu viele Fehler gegen Wiesbaden. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Die Analyse von Marek Rojko, Trainer der „Ladies in Black“ Aachen, fiel kurz aus, traf aber den Kern des Geschehens: „Wenn man 31 eigene Fehler durch Angaben und verschlagene Angriffe macht, kann man kein Spiel gewinnen.“

Seine Mannschaft hatte in der Volleyball-Bundesliga vor 812 Zuschauern gerade gegen den VC Wiesbaden mit 2:3 (25:21, 13:25, 23:25, 25:17, 8:15) verloren – und wartet in der laufenden Saison weiterhin auf den ersten Sieg im Tiebreak. 

Auch weil die „Ladies“ bereits am Freitag (19.30 Uhr) mit dem VCO Berlin den nächsten Gegner empfangen, ging die Aufbauarbeit des Trainergespanns direkt nach dem letzten Ballwechsel los.

Mitnehmen können die Spielerinnen auf jeden Fall die Leistung, die das Team im ersten Durchgang an den Tag legte: Der Aachener Block stand gewohnt gut und machte viele der Wiesbadener Angriffsversuche zunichte, die Außenangreiferinnen stachen ebenso wie Diagonalspielerin Maja Burazer. Die „Ladies“ lagen folgerichtig bei beiden technischen Auszeiten deutlich vorn, brauchten dann allerdings insgesamt vier Versuche, bevor Ivona Svobodnikova auf Zuspiel von Ron Ponte den Ball zum Satz in der gegnerischen Hälfte versenken konnte.

Was dann folgte, war ein weiteres Lehrstück aus dem Film, dass Volleyball-Spiele auch im Kopf entschieden werden. Die Fehlerquote auf Aachener Seite stieg rasant an, die risikoreichen Aufschläge der Wiesbadenerinnen fanden immer häufiger ins Feld der „Ladies“, und der steigende Druck lähmte das eigene Angriffsspiel. „Es war ein Aufschlag-Annahme-Spiel. Zudem hat Wiesbaden viele technisch gute Spielerinnen und konnte das Angriffsspiel umstellen. Hinzu kam, dass auch unsere eigene Annahme an diesem Tag nicht die beste war“, resümierte Kapitänin Karolina Bednarova den zweiten Satz, der mit 25:13 an den VCW ging.

Ihr Trainer brachte noch einen weiteren Aspekt an, der dann schließlich in einem ganz engen Spiel auch zum Verlust des nächsten Satzes führte: „Gerade im zweiten und dritten Satz haben wir viele unglückliche Entscheidungen zwischen der Zuspielerin und den Angreiferinnen auf Außen und auf Diagonal getroffen. Wir hatten dadurch riesige Probleme, wieder in den Rhythmus zu kommen.“ Zu häufig wurde der Ball lang zugespielt, obwohl sich die Möglichkeit eines Schnellangriffs durch die Mitte anbot – und war somit häufig (zu) leichte Beute für den Wiesbadener Block.

Doch die Aachenerinnen ließen sich durch diese Schwächephase nicht entmutigen, kämpften sich zurück in die Partie und überstanden auch den kleinen Einbruch kurz vor Satzende, als Wiesbaden noch einmal näher kam. Ein extrem diagonal geschlagener Angriff durch Maja Burazer brachte den Satzausgleich und damit zumindest einen sicheren Punkt.

Der folgende Tiebreak entpuppte sich schnell wieder als zu großes Nervenspiel mit dem besseren Ende für die Gäste, die bereits 30 Punkte eingefahren haben und auswärts bislang nur beim Tabellenführer Dresdner SC unterlagen. Die Aachenerinnen verschliefen ein wenig die ersten Bälle, konnten zwar zum 4:4 ausgleichen und bei 6:5 zum ersten Mal in Führung gehen. Doch in der Folge führten drei unglückliche Punkte aus Aachener Sicht die Gäste aus Hessen endgültig auf die Siegerstraße. Aachen: Crkonova (Kosova), Burazer (Ponte), Svobodnikova, Pucarevic (Stankova), Bednarova, Markovic , Valachova

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