Ladies in Black: Ein „Länderspiel“ zum Ende der Hauptrunde

Von: Roman Sobierajski
Letzte Aktualisierung:
14127901.jpg
Schwarz-Rot-Gold gegen Oranje: Schwerins Trainer Felix Koslowski und die „Lady in Black“ Saskia van Hintum an der Seitenlinie. Montage: H.-G. Foto: imago

Aachen. Das Aufeinandertreffen der „Ladies in Black“ Aachen und des Schweriner SC am letzten Spieltag der Hauptrunde der Volleyball-Bundesliga wird zwar nichts mehr an den Platzierungen ändern, ein Muster ohne sportlichen Wert ist die Begegnung am Samstagabend (19 Uhr) aber keineswegs.

Da Schwerin erstmals seit der Saison 2012/13 die Spielzeit wieder als Tabellenführer beendete und die „Ladies“ auch im Fall einer Niederlage vom achten Platz nicht mehr zu verdrängen sein werden, ist es möglich, dass sich beide Teams im Viertelfinale der Play-offs in zwei Wochen erneut gegenüber stehen. Zuvor muss sich das Team von Trainerin Saskia van Hintum in den Pre-Play-offs gegen den Köpenicker SC durchsetzen, der nicht zuletzt durch seinen 3:0-Erfolg gegen Dresden dafür gesorgt hat, dass sich der Serienmeister auf Platz drei wiederfindet.

„Struktur und Präzision“

Anders als zuletzt gegen Absteiger Erfurt, als alle Schweriner Spielerinnen Einsatzzeiten bekamen, dürfte SSC-Coach Felix Koslowski – im „Nebenberuf“ auch Trainer der deutschen Frauen-Nationalmannschaft – angesichts des zu erwartenden erneuten Aufeinandertreffens auf seinen Fundus an Nationalspielerinnen im Schweriner Trikot zurückgreifen: Mit Lenka Dürr (Libera), Denise Hanke (Zuspiel), Louisa Lippmann (Diagonal), Maren Brinker, Jennifer Geertjes und Marie Schölzel (alle Außenangriff) sowie Mittelblockerin Anja Brandt ließe sich problemlos eine Startsechs der deutschen Schmetterlinge auf die Beine stellen.

Auch auf Aachener Seite findet sich internationale Erfahrung: Saskia van Hintum, 275-fache Nationalspielerin, war Trainerin des Oranje-Nachwuchses und Co-Trainerin von Giovanni Guidetti im Frauen-Nationalteam. Zuspielerin Femke Stoltenborg und Libera Kirsten Knip gehören zum engsten Kreis der Oranje-Frauen, Außenangreiferin Nika Daalderop wird mit 18 Jahren noch bei „Jong Oranje“ geführt.

Zudem haben die „Ladies“ im neuen Jahr einen beeindruckenden Lauf hingelegt: Den Niederlagen in Stuttgart und Dresden stehen Siege gegen Wiesbaden, Erfurt, Suhl, VCO Berlin, Köpenick, Potsdam und unter der Woche in Münster gegenüber. In der „Tabelle 2017“ rangieren die „Ladies“ auf dem vierten Platz – dort, wo sie nach den zuletzt gezeigten Leistungen auch eindeutig hingehören. „Aachen ist wesentlich stärker einzuschätzen als im Hinspiel. Dennoch wollen wir auch am letzten Spieltag der Hauptrunde wie ein Tabellenführer auftreten und die Punkte mit nach Hause nehmen“, räumt dann auch der Schweriner SC im Vorfeld ein und nennt einen der Hauptgründe für die Entwicklung: „Zuspielerin Femke Stoltenborg hat wie erhofft mehr Struktur und Präzision ins Aachener Angriffsspiel gebracht.“

Doch dürfte Koslowski nicht entgangen sein, dass die Aachener Spielerinnen durchgängig eine positive Entwicklung genommen haben und auch das Gesamtgefüge der Mannschaft auf einem relativ hohen Niveau agiert. Beste Voraussetzungen für das „Test-Länderspiel“ gegen Schwerin.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert