„Ladies in Black“ besiegen den Köpenicker SC mit 3:1

Von: Roman Sobierajski
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Stärkste Spielerin auf Seiten der „Ladies in Black“: Diagonalangreiferin Ioana Baciu setzt sich gegen den Köpenicker Doppelblock mit Nele Iwohn und Celin Stöhr (v. r.) durch. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Mit der Hoffnung auf die „Belohnung durch das Sahnehäubchen“, wie es Manuel Rieke, Trainer des Köpenicker SC, ausdrückte, hatte sich seine Mannschaft erst am Spieltag per ICE Richtung Aachen aufgemacht, wo am Abend die „Ladies in Black“ und das erste von drei möglichen Entscheidungsspielen um den Einzug in die Play-offs warteten.

Zumindest durften die Gäste vor 584 kurz an der Sahne lecken, denn die „Ladies“ stellten mit ihrem 3:1 (25:21, 26:24, 21:25, 25:21)-Sieg die Zeichen auf Einzug in die Play-offs. Tatsächlich war der KSC mit dem absoluten „Minimalprogramm“ auf die Reise gegangen: Weder Co-Trainer noch Scouts begleiteten die elf Spielerinnen und Trainer Rieke. Dennoch war die Anfangsphase der Partie von großer Nervosität auf beiden Seiten und gegenseitigem Abtasten geprägt.

Fahrkarten in Folge bei den Aufschlägen bestimmten das Geschehen. Köpenicks Coach nahm bei 18:20 eine Auszeit – mit Erfolg: Beim Stand von 21:21 nahm Aachens Trainerin Saskia van Hintum dann ihre Spielerinnen zur Beratschlagung vom Feld. Aachen legte zwei Punkte vor – und es folgte erneute Auszeit Köpenick. Dennoch brachte ein starker Aufschlag von Nika Daalderop die Satzbälle, bereits den ersten nutzte die 18-Jährige mit einem Ass zur Satzführung. „Wir haben mit angezogener Handbremse gespielt. Zeitweise haben wir wie versteinert gewirkt“, fasste Aachens Trainerin Saskia van Hintum die Leistung ihrer Spielerinnen zusammen.

Diese Einschätzung lässt sich ohne Weiteres auch auf den zweiten Durchgang übertragen: Fehlaufschläge auf beiden Seiten, dazu eine Reihe technischer Fehler bei den Köpenicker Gästen waren das Szenario. Zum Glück stand Diagonalangreiferin Ioana Baciu auf Aachener Seite. Die Rumänin machte den Eindruck, die überragende Spielerin bei den „Ladies“ zu sein – zum einen deshalb, weil sie als Einzige Normalform erreichte, zum anderen, weil sie tatsächlich die Hälfte ihrer Angriffe in Punkte ummünzen konnte. So mussten die Aachenerinnen im zweiten Durchgang zwar zwei Satzbälle abwehren, doch ein starker Angriff von Mittelblockerin Jeanine Stoeten und ein erneutes Ass – diesmal durch Tessa Polder – sorgten für die beruhigende 2:0-Satzführung.

Doch nach der Zehn-Minuten-Pause machte es Köpenick noch einmal spannend, senkte die hohe Quote der Eigenfehler, und gegen die Hammeraufschläge von Dominice Steffen fand die Aachener Defensive kein geeignetes Mittel, so dass der KSC auf 1:2 verkürzte. Der letzte Satz stand ebenfalls auf der Kippe, doch fand mit zunehmender Spieldauer auch Daalderop immer besser in die Partie. Für die entscheidenden Punkte war dann aber Außenangreiferin McKenzie Adams zuständig: Die US-Amerikanerin sorgte erst für den Matchball und verwandelte dann die erste Chance zum Sieg.

„Wir haben heute die einfachen Bälle nicht genutzt, um zu Punkten gekommen. Köpenick hat zwar hart gekämpft, aber wir haben trotzdem gewonnen, auch wenn wir nicht gut gespielt haben. Auch das ist wichtig“, fasste van Hintum die Begegnung zusammen.

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