„Ladies“ hoffen auf Revanche für Pokal-Aus

Von: Roman Sobierajski
Letzte Aktualisierung:
13623331.jpg
Einer der Lichtblicke im Pokalspiel gegen Potsdam: Aachens Außenangreiferin McKenzie Adams (Nummer 13). Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Wenn die Spielerinnen des SC Potsdam irgendwann am frühen Sonntagmorgen wieder zu Hause angekommen sein und aus dem Bus steigen werden, dann haben sie eine fünftägige Reise durch die Republik und 1800 Buskilometer in den Knochen. Die Mannschaft war am Dienstag Richtung Vilsbiburg aufgebrochen, wo sie sich gegen die Roten Raben in vier Sätzen durchsetzten und anschließend Zwischenstation in Köln machten.

Vor der Rückkehr warten allerdings noch die „Ladies in Black“ Aachen auf die Potsdamerinnen, die sich am Samstag (19 Uhr) in der Volleyball-Bundesliga für die 1:3-Pokalniederlage gegen die Mannschaft von Trainer Davide Carli revanchieren will.

Dieses Vorhaben dürfte allerdings alles andere als ein Selbstläufer werden, zumal Aachens Trainerin vom letzten Auftritt ihrer Spielerinnen in der vergangenen Woche gegen Münster alles andere als begeistert war. „Wer nicht kämpft, kann nicht gewinnen“, hatte van Hintum die 88 Minuten Spieldauer zusammengefasst, die aus einem brillanten ersten Satz, einem knapp verlorenen zweiten und einem völligen Einbruch in den Durchgängen drei und vier bestand.

Starke Außenangreiferin

Eine Trainingswoche mit besonderen Übungen hatte die 46-Jährige ihren Spielerinnen versprochen, als sie ihre (länger dauernde) Kabinenansprache direkt nach Spielschluss beendet hatte und noch zum Trainertalk erschien war. Der Einbruch gegen Münster hatte allerdings auch verdeutlich, wie fragil das gesamte Gebilde noch ist – und wie leicht es in seine Einzelteile auseinanderbrechen kann. Münster hatte sich mit zunehmender Spieldauer bei Aufschlag/Annahme verbessert, und die „Ladies“ fanden kein geeignetes Mittel mehr, ihr eigenes Spiel auf den Platz zu bringen.

Der Krampf wurde immer größer, die bis dato souveräne Annahme klappte nicht mehr, das Problem pflanzte sich bis ins Zuspiel und die dann wenig effektiven Angriffsversuche fort. Wie schon in einigen Partien zuvor traten diese gravierenden Probleme nach der Zehn-Minuten-Pause nach dem zweiten Satz auf.

Auch im Pokal-Viertelfinale gegen Potsdam gingen die „Ladies“ mit einem verlorenen und einem gewonnenen Satz in die „große Pause“ – und gaben anschließend die folgenden beiden Sätze ab. Größtes Problem war allerdings, dass Block und Feldverteidigung die venezolanische Außenangreiferin Roslandy Acosta Alvarado nicht in den Griff bekamen. Die Nationalspielerin im Team der früheren Aachenerin Ivona Svobodnikova brachte stolze 46 Prozent ihrer Angriffe zu einem positiven Abschluss und steuerte – ebenso wie Diagonalangreiferin Marta Drpa – 17 Punkte zum Erfolg ihrer Mannschaft bei.

Die „Ladies“ treten in diesem Jahr noch in Wiesbaden und gegen Vilsbiburg an – mit Potsdam drei Gelegenheiten, um den Abstand nach unten zu vergrößern.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert