Aachen - „Ladies“ haben keine Gastgeschenke im Gepäck

„Ladies“ haben keine Gastgeschenke im Gepäck

Von: Roman Sobierajski
Letzte Aktualisierung:
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Einiges wird bei der Entscheidungspartie in Dresden auf ihr Annahmespiel ankommen: Aachens Laura Weihenmaier. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Kapitänin Karolina Bednarova nimmt die Strecke über 700 Kilometer nach Dresden nicht auf sich, um sich als braver Besuch zu präsentieren. Im Gegenteil: „Wir fahren mit breiter Brust zum Entscheidungsspiel und haben keine Gastgeschenke im Gepäck.“

Das kündigt die 27-Jährige vor dem dritten Spiel (Mittwoch, 19 Uhr) um den Finaleinzug um die deutsche Volleyball-Meisterschaft der „Ladies in Black“ Aachen beim Dresdner SC selbstbewusst an.

Der 3:2-Sieg in eigener Halle, der die entscheidende Partie erzwang, hat neue Kräfte freigesetzt in einer Sportart, in der auch das Selbstbewusstsein mit spielentscheidend sein kann. Dabei spielt auch das „Wie“ keine unwichtige Rolle: In den ersten beiden Sätzen wurde der dreimalige Vizemeister in Folge förmlich überrollt, und die „Ladies“ ließen sich auch durch die beiden verlorenen Sätze nicht aus dem Konzept spielen, sondern zeigten Kampfkraft und Teamgeist.

Für die Qualität und die Durchschlagskraft des Aachener Spiels sind drei Faktoren wichtig.

Annahme: Das Duo Dominika Valachova/Karolina Bednarova hat sich gesucht – und schnell gefunden. Die beiden machen Aachen zu einem der defensiv stärksten Teams der Liga. Fast zwangsläufig dürfte Laura Weihenmaier das Ziel der Dresdner Aufschläge sein. Hält die 23-Jährige dem Druck stand, hat Aachen gute Karten.

Zuspiel: Die Schnellangriffe über Mittelblockerin Yvon Beliën als Moment in der Attacke haben zum Saisonende einige Male nicht funktioniert. Timing und Höhe des Zuspiels passten nicht. Läuft das kurze Überkopf-Zuspiel zwischen den beiden Niederländerinnen, steht Dresdens Abwehr vor echten Problemen.

Diagonal: Hat Jordanne Scott einen guten Tag, schlägt sie jeden Hallenboden in Stücke. An weniger guten Tagen fehlt den „Ladies“ diese Option im Angriff.

 

Internationaler Auftritt ist noch kein Thema

Als Vierte der Hauptrunde sind die „Ladies in Black“ bereits sicher für den Challenge Cup qualifiziert, die beiden Finalteilnehmer der Play-offs erhalten das Startrecht für die Champions League.

Doch anders als im Fußball sind mit den internationalen Auftritten im Volleyball keine Riesensummen zu verdienen. Im Gegenteil: „Nimmt man das Startrecht wahr, kommen Kosten im sechsstelligen Bereich auf den Verein zu“, erklärt Andreas Steindl als Pressebeauftragter der „Ladies“. „Das Geld ist definitiv nicht vorhanden, es sei denn, es findet sich ein Sponsor.“

Zu klären wäre auch noch die Hallenfrage, denn die Sportstätte an der Neuköllner Straße ist auch international zu niedrig und die Zuschauerkapazität nicht ausreichend.

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