„Ladies“ erobern den zweiten Tabellenplatz

Von: Roman Sobierajski
Letzte Aktualisierung:
11232842.jpg
Entschlossener Angriff: Aachens Tatiana Crkonova gegen die frühere Nationalspielerin Corina Ssuschke-Voigt. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Wenn es momentan schon finanziell wenig zu lachen gibt, sollte wenigstens auf dem Spielfeld Freude herrschen. Zumal sich die „Ladies in Black“ in der Volleyball-Bundesliga am Sonntag einen unterirdischen Auftritt beim VC Wiesbaden geleistet hatten.

„Wiedergutmachung“ hatte Sportdirektor Reinhard Strauch gefordert, und da kommt ein Aufsteiger eigentlich gerade recht. Doch Nawaro Straubing kam mit der Empfehlung von drei Siegen – darunter die gegen Schwerin und Münster – aus fünf Spielen nach Aachen, und so bedeutete der Auftritt zu Beginn der Karnevalssession für die Mannschaft von Trainer Marek Rojko eher harte Arbeit als jecke Freude. Doch der 3:1-Sieg (26:24, 18:25, 25:19, 25:17) zeigte das wahre Gesicht der Mannschaft.

Wenn die beste Zuspielerin der Liga, Straubings Karmen Kocar, auf Aachens Britt Bongaerts trifft, die als drittbeste geführt wird, kann man eigentlich ein packendes Duell darum erwarten, wer seine Angreiferinnen am besten in Szene setzt. Doch die Partie begann mit einem Fehlerfestival in der „Klenkes-hoch-Burg“, wie Hallensprecher André Schnitker in Anspielung auf die Spendenaktion meinte. Die „Ladies“ leisteten sich in den vier Sätzen insgesamt 20 Fehlangaben, doch der Aufsteiger wollte da nicht nachstehen und bekam eine Vielzahl von Aktionen wegen Netzberührung abgepfiffen. Das brachte Straubings Trainer Guillermo Guillermo Gallardo derart auf die Palme, dass er die Gelbe Karte gezeigt bekam.

Den Verlust des ersten Satzes konnte aber auch er nicht verhindern, nachdem die Aachenerinnen im ersten Versuch scheiterten, leisteten sich die Gäste im zweiten Anlauf einen technischen Fehler.

Im zweiten Durchgang präsentierten sich beide Teams erneut auf Augenhöhe, bevor die „Ladies“ in der Endphase vor 977 Zuschauern völlig einbrachen. Fehler im Angriff und im Aufschlag wechselten sich fröhlich ab, die Aachenerinnen bekamen kein Bein – und keinen Ball – mehr an den Boden. Straubing glich aus. „Im zweiten Durchgang waren wir bis zum 16:14 besser, dann haben wir aufgehört zu arbeiten und nur noch zwei eigene Punkte gemacht“, monierte Rojko und ließ eine intensive Kabinenansprache folgen.

Entschlossen in den Angriffen

Die offensichtlich fruchtete: „Im dritten Satz haben wir deutlich weniger Fehler gemacht, im vierten kam auch noch Druck durch die Aufschläge dazu“, beobachtete Libera Dominika Valachova. Mehr Entschlossenheit in den Angriffen gesellte sich dazu, Kapitänin Laura Weihenmaier malträtierte mit ihren Angriffsschlägen den Hallenboden, und Tatiana Crkonova probierte sich mit Erfolg an Hinterfeldangriffen durch das Zentrum aus. Die Mannschaft schraubte sich im Schnitt auf eine Quote von 46 Prozent erfolgreicher Angriffe. Und da Aachens Britt Bongaerts auch noch vier Angriffspunkte aus sechs Versuchen dazusteuerte, war auch der Wettbewerb der beiden Zuspielerinnen zugunsten der „Ladies“ entschieden, die in der Tabelle auf Platz zwei kletterten – punktgleich mit Schwerin.

Aachen: Kosova, Bongaerts (Baradel), Weihenmaier (Scheuschner), Svobodnikova (Langgemach), Crkonova, Grozer , Valachova

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert