„Ladies“ ernten großes Lob vom Nationaltrainer

Von: Roman Sobierajski
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„Luftkampf“ gegen zwei Nationalspielerinnen: Aachens Diagonalangreiferin Frauke Neuhaus gegen die Schwerinerinnen Marie Schölzel und Jennifer Geerties (v. r.). Foto: Andreas Steindl

Aachen. Das Lob nach Spielende kam aus berufenem Mund, quasi amtlich, mit Brief und Siegel: „Es war ein unglaublich anstrengendes Spiel für uns“, sagte Felix Koslowski, in Personalunion Coach des Schweriner SC und Frauen-Nationaltrainer, obwohl sich seine Mannschaft in der Volleyball-Bundesliga gerade in drei Sätzen (25:20, 25:14, 25:23) gegen die „Ladies in Black“ Aachen durchgesetzt hatte.

„Man hat sie nie richtig am Boden, sie kriegen immer die zweite und dritte Luft. Manchmal fehlten nur noch Kleinigkeiten, wo wir ein bisschen besser waren.“

Mehr Gladiolen kann man wohl nicht erwarten, wenn man gerade erwartungsgemäß das Kräftemessen gegen den FC Bayern des Frauen-Volleyballs ohne eigenen Satzgewinn verloren hat. Aber, dass der 32-Jährige da keine Geschichten aus tausendundeiner Nacht zum Besten gab, davon konnten sich auch die 1119 Zuschauer in der Halle während der 77-minütigen Spieldauer überzeugen.

Für die Gäste war es schon wichtig, dass National-Libera Lenka Dürr reihenweise Aachener Angriffe vom Hallenboden kratzte, für das Ergebnis richtig hilfreich, dass National-Angreiferin Maren Brinker einen Sahnetag erwischte und unglaubliche 73 Prozent ihrer Angriffe in Punkte ummünzen konnte. Und lief es einmal trotzdem nicht ganz rund beim Ersten der Hauptrunde, dann kam immer noch irgendwann National-Zuspielerin Denise Hanke an den Aufschlag und legte mit ihren knallharten Linkshänder-Sprungangaben veritable Serien hin.

Trotzdem war auch Aachens Trainerin Saskia van Hintum mit dem Auftritt ihrer Spielerinnen mehr als nur zufrieden: „Ich glaube, wir haben das ganz gut hingekriegt gegen die beste Mannschaft der Liga“, bewertete die 46-Jährige dieses Spiel recht entspannt. Denn zum Ende der Hauptrunde war zwischen dem Spitzenreiter aus „McPomm“ und dem Tabellenachten nur noch die vielzitierte Ananas in Goldausführung zu verteilen, gleichzeitig aber auch so etwas wie die Generalprobe für die in zwei Wochen beginnenden Play-offs. Schwerin ist ohnehin qualifiziert und wartet auf den Sieger aus den Pre-Play-offs zwischen Aachen und Köpenick – falls sich in der zweiten Begegnung nicht überraschend Suhl gegen Münster durchsetzen sollte.

So dürfte es van Hintum gut gefallen haben, dass ihre Mannschaft selbst gegen das Ausnahmeteam von der Ostsee mit Einsatz und Kampfgeist größere Rückstände wettmachen konnte. Etwa im ersten Durchgang, als sich die „Ladies“ von 9:16 noch auf 16:18 herankämpften. Oder im dritten Durchgang, als die Aachenerinnen bis zur zweiten technischen Auszeit führten, dann einen Drei-Punkte-Rückstand noch zum 22:22 ausgleichen konnten – und genau wegen der „Kleinigkeiten“, die Schwerins Koslowski angesprochen hatte, doch noch mit 23:25 unterlagen.

Sollten die beiden Teams dann ab dem 22. März tatsächlich wieder aufeinandertreffen, wird es für beide Mannschaften ein Auswärtsspiel werden, da an der Neuköllner Straße keine Play-off-Spiele ausgetragen werden dürfen. Dann wird es aber für die Riege der Niederländerinnen doch so etwas wie ein Heimspiel, denn die Partie soll nicht wie erwartet in Düren, sondern im limburgischen Maaseik stattfinden.

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