Aachen/Potsdam - „Ladies“ bleiben der Schrecken in der Fremde

„Ladies“ bleiben der Schrecken in der Fremde

Von: rom
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Zwiegespräch zwischen Trainer und Mittelblockerin: Marek Rojko und Ivona Svobodnikova. Foto: sport/Huebner/Klein

Aachen/Potsdam. Vielleicht sollten die „Ladies in Black“ Aachen bei der Volleyball-Bundesliga tatsächlich beantragen, nur noch Auswärtsspiele austragen zu dürfen: Die Mannschaft von Trainer Marek Rojko fuhr beim SC Potsdam einen unerwartet klaren 3:0-Erfolg (25:22, 25:16, 25:21) ein und schwang sich hinter dem ungeschlagenen Tabellenführer Dresdner SC zum zweitbesten Auswärtsteam der Liga auf.

13 von insgesamt 15 Punkten haben die „Ladies“ in der Fremde eingesammelt. „Dass wir so deutlich gewinnen, damit hat sicher keiner gerechnet“, räumte auch Aachens Trainer nach der nur 75-minütigen Partie vor 1203 Zuschauern ein. „Aber der Stil und das System von Potsdam liegen uns, deshalb war uns schon klar, dass wir eine gute Chance haben, wenn wir mehr Energie an den Tag legen als beim Spiel in Stuttgart.“

Das Auftreten der „Ladies“ im Potsdamer Luftschiff-Hangar war allerdings nicht nur energiegeladener als drei Tage zuvor, die technische Qualität konnte sich auch durchaus sehen lassen: Mittelblockerin Ivona Svobodnikova stellte die Potsdamerinnen vor riesige Probleme, sowohl bei den Schnellangriffen als auch in der Blockarbeit: „Ivona hatte einen richtig guten Tag, zwischendrin eine Erfolgsquote von 80 Prozent. Da ist unser taktischer Plan voll aufgegangen“, freute sich auch der Trainer über den Erfolg seiner größten Spielerin. Weitere Faktoren für den Erfolg waren vor allem die starken Aufschläge von Kapitänin Karolina Bednarova und die erneut aufopferungsvolle Abwehrarbeit von Libera Dominika Valachova.

Dass die Mannschaft mittlerweile auch mit brenzligen Situationen besser umzugehen gelernt hat, zeigte die Endphase des ersten Satzes: Die „Ladies“ lagen über weite Strecken vorn, mussten zur zweiten technischen Auszeit den Potsdamerinnen die Führung überlassen, doch ein starker Zwischenspurt von Svobodnikova und Bednarova brachten erst den Ausgleich zum 21:21 und schließlich die Satzführung.

Im zweiten Durchgang drehten die Aachenerinnen einen 4:6-Rückstand in eine 8:6-Führung, zogen auf 16:10 davon und brachten auch den zweiten Satz mit zwei starken Killblocks von Maja Burazer und Svobodnikova, die nach der Partie als „Most Valuable Player“ ausgezeichnet wurde, ungefährdet nach Hause.

Die größte Bewährung hatten die „Ladies“ dann allerdings im finalen Satz zu bestehen, als schon alles gelaufen schien: Aachen führte vermeintlich sicher mit 22:15, als den Potsdamerinnen fünf Punkte in Folge gelangen und die Partie plötzlich wieder eng wurde. Aachens Coach wechselte die Zuspielerin und warf Diagonalangreiferin Romana Stankova ins Gefecht, die tatsächlich den Lauf des SCP brach und den Weg für den Matchball ebnete, den Svobodnikova mit einem Schnellangriff verwandelte.

„Potsdam hatte nur dann eine Chance, wenn wir das auch zugelassen haben“, war Aachens Coach restlos zufrieden. „Jetzt müssen wir es schaffen, diese Leistung am Mittwoch gegen Vilsbiburg zu bestätigen“, hofft Rojko auf den ersten Heimsieg in der Liga.

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