Kurze Fahrt für die Powervolleys, kurze Spieldauer

Von: Guido Jansen
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Auf den dritten Tabellenplatz gebaggert: Dennis Barthel rückte in Solingen in die Startaufstellung der Dürener Powervolleys. Foto: Guido Jansen

Solingen. Es war die kürzeste Auswärtsfahrt in der jüngeren Geschichte des Dürener Volleyballs. Das lag an der Entfernung zum Aufsteiger Solingen. Und es lag daran, dass die SWD Powervolleys in der Klingenstadt über weite Strecken im Stile einer Spitzenmannschaft dominiert haben.

Mit 25:13, 25:22, 25:15 hat Düren gewonnen und sich damit auf Platz drei der Tabelle geschmettert. „Das ist für mich nicht wichtig. Wir bereiten uns jeden Tag und jedes Spiel auf das Finale vor“, sagte Trainer Tommi Tiilikainen auf die Frage, welche Bedeutung Platz drei habe.

Ein paar Vorbereitungen haben sie in Solingen getroffen in Form von Spielvarianten, die es sonst in der Bundesliga selten zu sehen gibt. „Heute war ein guter Tag, um neue Dinge auszuprobieren“, sagte der Lette Romans Sauss, der Solingen Ende des zweiten und Ende des dritten Satzes mit seinen Aufschlägen und Angriffen fast im Alleingang abgeschossen hat.

„Unser Zuspieler hat großes Vertrauen in mich, und ich nutze das aus“, sagte Sauss. Er beendete die kleine Dürener Schwächephase im zweiten Satz, als die Konzentration nach dem überdeutlich gewonnenen Auftaktdurchgang nachließ. Dreimal Sauss mit spektakulären Angriffen aus dem Hinterfeld, einmal im Block – da war der Satz gedreht, in dem der Aufsteiger Düren lange ärgern konnte. Davor und danach war der Gegner der Powervolleys chancenlos.

Bälle für die Galerie

Das fing schon mit Dürens Jüngstem, Dennis Barthel, an, der von Anfang an ran durfte und die Solinger in Satz eins zu Beginn dreimal blockte. Düren führt schnell 6:0, zum 18:9 prügelte Sauss den Ball durch den löchrigen Block der Gastgeber, zum 20:10 war die Solinger Wand zwar geschlossen, doch Sauss spielte seine Athletik aus und schlug über den Block. „Dann haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht“, brachte Tiilikainen den einzigen Kritikpunkt an, der angesichts der Dürener Leistung zulässig war.

Leichte Fehler schlichen sich in Satz zwei ein, das Niveau der Aufschläge ließ stark nach. Bis Romans Sauss sein Team aufweckte. Danach war die Partie entschieden, die nur wenige Momente spannend war. Den Reiz machte das aus, was Düren im dritten Satz spielte. Zum 19:14 wehrte Spielmacher Jay Blankenau einen Solinger Angriffsball ab.

Statt das Übliche zu spielen mit hohen, sicheren Bällen, wählte Abwehrchef Blair Bann den kurzen Weg über Mittelblocker Tim Broshog, der sich mit einem sehenswerten Angriff bedankte. Bälle für die Galerie eines Volleyballfans. Der nächste folgte auf dem Fuß, als Düren zum 22:14 für zwei Spieler Anlaufwege wählte, die es sonst nicht in der Liga zu sehen gibt. „Wo steht geschrieben, dass man immer alles so machen muss wie üblich?“, fragte Tiilikainen.

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