Köpenicker überraschen sich und die Alemannia

Von: Max Eckstein
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Erstaunliche Qualitäten: Zuspielerin Matilda Wikander (links) - hier im Spiel gegen Sinsheim mit ihrer schwedischen Landsfrau Anna Rönnbäck - machte in Berlin auch Blockpunkte. Foto: Wolfgang Birkenstock

Berlin. Staunende, aber strahlende Mienen hier, überraschte und frustrierte da - so präsentierten sich die Bundesliga-Volleyballerinnen des Köpenicker SC und von Alemannia Aachen am Samstagabend.

Gerade hatten die Berlinerinnen vor 750 Zuschauern - darunter ein gutes Dutzend Anhänger der Gäste - die Begegnung der bis dahin pluspunktgleichen Vertretungen mit 3:0 (25:20, 25:14, 25:22) für sich entschieden.

Das vorab zur Motivation genutzte „Hey, das geht ab” von Frauenarzt & Manny Marc vereinnahmte nach gerade mal 74 Minuten das siegreiche Team. Und vor allem die folgende Ankündigung „Wir feiern die ganze Nacht”.

KSC-Trainer Jürgen Treppner wusste nach dem Triumph gar nicht so richtig, ob er träumte oder wachte. „Das Ergebnis ist wesentlich klarer ausgefallen, als wir erwartet hatten”, gab der 52-Jährige letztlich zu. „Wir haben mit den Aufschlägen viel Druck gemacht und dadurch verhindert, dass sich Aachens starke Angreiferinnen entscheidend in Szene setzen konnten.”

Klaren Rückstand aufgeholt

Im ersten Satz war den diesmal in weißen Trikots angetretenen Gästen keine Führung gelungen. Angesichts der 1:6- und 7:14-Rückstände schien das Thema frühzeitig erledigt zu sein.

Alemannias Mannschaft wäre aber nicht sie selbst, wenn man die Geschichte abgehakt hätte. Beim 16:16 gelang der Ausgleich, dem durch einige Fehler aber fünf Gegenpunkte in Serie folgten. Diese Führung ließ sich Köpenick dann nicht mehr nehmen.

Der zweite Durchgang begann leicht vorteilhafter, was sich in knappen Vorsprüngen bis zum 5:3 niederschlug. Bis zum 6:6 hielten Kapitänin Alexandra Preiß und Co. die Partie offen, um dann über 8:15 und 10:20 entscheidend ins Hintertreffen zu geraten. Da half auch der eigentlich absolut ungeliebte Doppelwechsel nichts, den Trainer Stefan Falter als letztes Mittel probierte.

Endlich richtig im Spiel angekommen zu sein, schien Aachen im dritten Abschnitt. Nach einem 5:5 lag man zwar mit 8:13 und 9:15 zurück, kämpfte sich aber nicht nur heran, sondern schaffte auch mit 19:18 noch einmal eine Führung. Daraus machte der KSC aber ein 22:19 und stellte damit die Weichen endgültig auf Sieg.

„Wir hatten uns deutlich mehr ausgerechnet”, bilanzierte Zuspielerin Mareike Hindriksen stellvertretend für ihr Team. „Das 0:3 ist eine maßlose Enttäuschung. Ich verstehe das einfach nicht, hatten wir doch im Vorfeld gut und vor allem gezielt auf Köpenick hingearbeitet.”

Aachen: Maurer, Hindriksen, Stahl, Brinkmann, Wikander, Poll, Feldmann, Rönnbäck, Speer, Schräder, Preiß, Liliom
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