Keine Spur von Niedergeschlagenheit bei Evivo Düren

Von: pl
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Am Mittwochabend hatten Kapitän Jaromir Zachrich und sein Team einmal mehr anerkennen müssen, dass der VfB Friedrichshafen in dieser Saison wohl eine Nummer zu groß ist.

Düren. Die Fahrt war lang, die Bettruhe entsprechend kurz: Um sechs Uhr am Donnerstag früh kletterten die Bundesliga-Volleyballer von Evivo Düren aus dem Bus. Am Mittwochabend hatten Kapitän Jaromir Zachrich und sein Team einmal mehr anerkennen müssen, dass der VfB Friedrichshafen in dieser Saison wohl eine Nummer zu groß ist.

0:3 hieß es nach 71 Minuten im Pokal-Viertelfinale in der ZF-Arena am Bodensee. Der Spielverlauf war ähnlich wie vor Wochenfrist, als beide Teams im Kampf um Bundesliga-Punkte in Düren aufschlugen. Evivo bemüht und kämpferisch - aber am Ende ohne echte Chance.

Für Trainer Michael Mücke kein Grund zur Sorge: „Der VfB stellt eine Europa-Auswahl. Drei bulgarische Nationalspieler, ein serbischer.. .“ Dazu noch die Ex-Dürener Max Günthör und Christian Dünnes möchte man hinzufügen. Während also Mücke nach der dritten 0:3-Niederlage in Folge in Pokal und Liga tiefenentspannt bleibt, schwoll seinem Gegenüber Stelian Moculescu am Mittwoch einmal mehr der Kamm.

VfB-Zuspieler Nikola Jovovic hatte eine Rote Karte kassiert, wegen einer „ungebührlichen Handbewegung“ - umgangssprachlich nennt man das „Scheibenwischer“. Moculescu pfefferte daraufhin um ein Haar sein teures Tablet auf den Boden - er sieht sich und sein Team generell von der Schiedsrichterzunft ungerecht bewertet.

Es sollte der einzige Aufreger bleiben, dafür war der VfB zu überlegen. Mücke machte daraus eine Tugend. Jeder Spieler bekam seine Einsatzzeit. Das sei teils dem Spielverlauf geschuldet gewesen, so Mücke, aber auch der personellen Situation. Jelle Hilarius etwa bekam auf der für ihn ungewohnten Außenangreifer-Position die Chance, sich zu zeigen. „Ich habe zur Zeit nur zwei gestandene Außenangreifer. Wenn Steven Hunt oder Matthias Pompe auch noch ausfallen, gibt es ein Problem.“

Der schmerzlich vermisste Außenangreifer AJ Nally, schon zweimal zum wichtigsten Spieler der Dürener gekürt, kam kurz zum Zug. Er bleibt wegen seines noch nicht ganz ausgeheilten Muskelfaserrisses am Samstag gegen CV Mitteldeutschland (19.30 Uhr, Arena Kreis Düren) wohl erneut auf der Bank. Gegen die Gäste aus Ostdeutschland will Düren endlich wieder das süße Gefühl des Sieges kosten.

„Die Jungs haben Wut im Bauch“, sieht Mücke keinen Hauch von Resignation, sondern positive Aggression im Team. Mücke wüsste auch keinen Grund zur Niedergeschlagenheit. „In der Liga haben wir immerhin fünfmal gewonnen und nur zweimal gegen Topteams verloren.“

Auf der Trainerbank der Gäste sitzt ein alter Bekannter. Ulf Quell war bis zur vorigen Saison „ewiger“ Co-Trainer von Stelian Moculescu. Mit dem früheren Dürener Artur Augustyn und dem Niederländer Jairo Hooi verfügt Quell über eine starke Mittelblocker-Achse. Mücke macht sich das zu Nutze, den Gästen ein wenig die Favoritenrolle zuzuschanzen. „CV hat erst fünf Punkte. Die müssen allmählich mal in die Puschen kommen.“ Dass sein Team müde sei, darauf braucht CV nicht zu hoffen. Am Donnerstag war nur leichte Bewegung angeordnet, um den Kreislauf in Bewegung zu halten. Erst heute lässt Mücke seine Jungs wieder an den Ball.

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