Frankfurt/Düren - Keine Spannung, keine Punkte: Powervolleys verlieren Auswärtsspiel

Keine Spannung, keine Punkte: Powervolleys verlieren Auswärtsspiel

Von: Peter Leuchter
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Vergeblich gestreckt: Marvin Prolingheuer (2. von links) und Rudy Verhoeff (rechts) konnten die Niederlage ihrer Powervolleys in Frankfurt nicht verhindern. Foto: Guido Jansen

Frankfurt/Düren. Es war das vermeintliche Spitzenspiel der Volleyball-Bundesliga. Der Zweite, die United Volleys Rhein-Main empfingen den Dritten, die Powervolleys Düren. Spitzensport hatten am Ende aber nur die Gastgeber in Frankfurt gezeigt.

Mit einem deutlichen und verdienten 3:0 (25:16, 25:21, 25:15) unterstrichen die United Volleys am Samstagabend, dass sie kein „normaler“ Aufsteiger sind.

„Wir müssen unser bestes Volleyball zeigen, wenn wir in Frankfurt bestehen wollen“, lautete vor dem Anpfiff die Ansage von Dürens Trainer Anton Brams. Das setzte sein Team aber nur sporadisch um. Etwa im zweiten Satz, als man die Gastgeber zu Beginn mit einem 5:0-Lauf überrumpelte. Zur ersten technischen Auszeit hatte RheinMain aber schon wieder aufgeschlossen (6:8), bei der zweiten technischen Auszeit wieder das Ruder übernommen (16:13). Zwei Elemente stachen dabei ins Auge: Die United Volleys präsentierten sich über die gesamte, nur 74 Minuten andauernde Spielzeit als das kompaktere Team – mit nahezu perfekter Block-Feldabwehr-Allianz. Fast jeden längeren Ballwechsel entschieden sie für sich.

Das zweite Element hat einen bekannten Namen: Christian Dünnes. Der Ex-Dürener ließ sich nur selten stoppen. 17 Bälle schmetterte er den Powervolleys ins Feld, trug damit die Hauptlast in der Offensive der Gastgeber – und wurde von Brams zum wertvollsten Spieler bestimmt.

Düren fand dagegen nie richtig zu seinem Rhythmus. „Kein Spieler hat seine normale Leistung abgerufen“, sagte Brams am Tag nach der Niederlage. Die Belastung durch die vielen Englischen Wochen zuletzt machte er dafür nicht verantwortlich. „Das war reine Kopfsache. Irgendwie ist die Spannung abhanden gekommen.“ Die Konsequenz: „Wir machen keine Videoanalyse. Die Spieler wissen genau, was schief gelaufen ist.“

Weil es nicht lief, hatte Brams ständig gewechselt. Marvin Prolingheuer für Sebastian Gevert, Jaromir Zachrich für Bas van Bemmelen, im Zuspiel tauschten Shibo Yu und Matt West die Plätze – besser wurde das Spiel nicht. Bis zum 11:11 hielten die Powervolleys im dritten Satz noch mit – dann brachen alle Dämme. Über 16:12 und 21:13 setzte sich Rhein-Main ab. Dürens Angreifer bekamen kaum noch einen Ball auf den Boden. Michael Warm, Trainer der Gastgeber, leistete sich sogar den „Luxus“, den starken Dünnes auszuwechseln. Die Partie war da schon lange entschieden.

Nur eine Momentaufnahme? „Rhein-Main hat eine starke erste Sechs. Die Bank ist aber nicht tief besetzt. Man wird abwarten müssen, was passiert, wenn sich ein Spieler verletzt“, so Brams‘ Analye. Fest stehe aber: „Die haben jetzt richtig Fahrt aufgenommen – so wie es in der vorigen Saison Lüneburg getan hat.“

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