Aachen - Karolina Bednarova: Ein Benefizspiel zum Abschied

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Karolina Bednarova: Ein Benefizspiel zum Abschied

Von: Roman Sobierajski
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Versammelt noch einmal alle Freunde um sich: Karolina Bednarova. Foto: Sport/Jan Huebner

Aachen. „Ich will nach den fünf tollen Jahren hier in Aachen etwas zurückgeben.“ Karolina Bednarova war seit 2010 nicht nur das Gesicht und das Aushängeschild der „Ladies in Black“ Aachen. „Ich habe hier auch mein Zuhause und meine Freunde gefunden.“

So wird es für die 28-Jährige, deren zum Monatsende auslaufender Vertrag nach fünf Spielzeiten nicht mehr verlängert wurde, auch kein Abschiedsspiel geben. Aber ein Benefizspiel für den guten Zweck ist geplant – mit und gegen Freunde und Wegbegleiter aus der langen Zeit.

„Solange man als Sportler die Möglichkeit hat, etwas für andere bewegen zu können, muss man die Chance auch ergreifen“, sagt Bednarova – und wird bei diesem Plan auch vom Stadtsportbund unterstützt, der als Veranstalter für das Benefizspiel auftritt, das am Samstag, 4. Juli, ab 16 Uhr in der Sporthalle an der Rombachstraße fungiert. „In Aachen brauchen wir solche Leute wie Karolina Bednarova, die für Sport und Leistung stehen“, nennt Björn Jansen, Vorsitzender des Stadtsportbundes, die Motivation, das Spiel zu organisieren. „Es gibt viele, die kommen und wieder gehen. Karolina Bednarova ist ein Vorbild für viele und zeigt durch ihren Ehrgeiz, wie weit man es bringen kann.“

Zugunsten der Aachener Engel

Eingerahmt wird das Benefizspieler durch Vorträge der Aachener Engel, die auch Nutznießer der Einnahmen sind. Die Initiative von Martin Lücker, vor zehn Jahren ins Leben gerufen, kümmert sich um erkrankte und benachteiligte Kinder und Jugendliche und bietet auch sportliche Aktivitäten von Basketball über Boxen bis hin zu Volleyball an. „Und die Aktion in diesem Jahr muss keine einmalige Angelegenheit sein“, erklärt Jansen, „ich kann mir auch vorstellen, dass das zu einem festen Termin im Jahreskalender werden kann.“

Am Netz messen sich dann in einer Partie, in der eher der Spaß im Vordergrund steht als der große Sport, etwa Lucy Schulze – unter ihrem Mädchennamen Wicks drei Spielzeiten lang Teamkameradin von Karolina Bednarova bei den „Ladies“, auch Kai Michalke, früherer Fußball-Profi von Alemannia Aachen hat zugesagt, Volleyball-Legende Angelina Hübner (Grün) wird sich voraussichtlich ebenfalls beteiligen – und auch Aachens Oberbürgermeister und Volleyball-Fan Marcel Philipps hätte sicher gerne mitgepritscht und -gebaggert, ist zu dem Zeitpunkt aber verreist.

Bleibt zum Schluss dennoch die Frage, warum Rombachstraße statt Neuköllner Straße, warum kein offizielles Abschiedsspiel durch den Verein? „Die erste Frage ist leicht zu beantworten“, sagt Karolina Bednarova, „ich wollte, dass die Halle voll wird, das hätte ich im Hexenkessel nicht geschafft, an der Rombachstraße mit 360 Plätzen schon.“ Und die zweite Frage? „Ich hätte mich schon gerne nach dem letzten Heimspiel von den Fans verabschiedet, das hat leider nicht geklappt. Aber ich verabschiede mich ja nicht aus Aachen, ich bleibe ja hier.“

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