Ist Postolesi der letzte Spieler?

Von: jan
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Evivo-Trainer Sven Anton hätte sein Team für die kommende Saison möglichst gerne rasch komplett. Foto: Guido Jansen

Düren. Tommy Postolesi würde gerne bleiben. Der US-Amerikaner trainiert seit einer Woche beim Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren mit. Bekanntlich sucht der Klub noch den Spieler Nummer zwölf für die kommende Saison.

Solide sei der 22-Jährige. Das hat Trainer Sven Anton festgestellt. Ob der Mann von der Long Beach State Universität der Spieler ist, den Evivo dringend sucht, muss sich noch herausstellen. Bis zum Anfang der kommenden Woche bleibt der Außenangreifer in Düren. „Mir gefällt es hier sehr gut”, so der 1,98 Meter lange Angreifer. „Ich würde mich freuen, wenn ich einen Vertrag erhalte.”

Klar ist die Sache aber noch nicht. Die Saison in der amerikanischen Uni-Liga endete im April. Seitdem hat der 22-Jährige nicht mehr unter Wettkampfbedingungen trainiert. „Ich will abwarten, wie er sich entwickelt”, erklärt Trainer Sven Anton. Erst zum Ende der Testzeit will Anton dann entscheiden, ob die Verpflichtung Postolesis Sinn macht. Die Evivo-Prämisse war, einen Spieler zu holen, der die Mannschaft verstärkt.

Junge Volleyballer mit Entwicklungspotenzial gibt es bereits genug. Zwei Faktoren limitieren die Suche jedoch. Der Etat ist so gut wie aufgebraucht, ein starker Spieler mit entsprechenden Gehaltsforderungen ist derzeit nicht realistisch. Dabei würde genau das aus einer starken Mannschaft mit der Chance, oben anzugreifen ein Team machen, das so gut wie sicher in der Ligaspitze mitmischt. Das letzte Puzzleteil fehlt also noch. Natürlich spielt die Zeit gegen Düren. „Es wäre mir lieb, wenn das mit dem zwölften Spieler möglichst schnell geht”, sagt Anton. Schließlich müsse der Neue sich in Düren einspielen. Zudem wird der Markt zunehmend leerer. Die anderen Teams in der Bundesliga mit Ambitionen in Richtung Halbfinale haben ihre Kader bereits komplett.

Möglicherweise findet Evivo den Spieler Nummer zwölf aber auch ganz woanders. Heute fliegen Trainer Anton und Manager Michael Overhage ins slowenische Maribor. Dort sind unter anderem die kamerunische und die indische Nationalmannschaft zu Gast. Der in Afrika tätige deutsche Trainer Peter Nonnenbroich hat Evivo empfohlen, einen Blick auf einen Spieler aus Kamerun zu werfen. Der 19-Jährige sei ein großes Talent. Das hat Stephan Falter, Trainer der Volleyballerinnen von Alemannia Aachen, bestätigt. Die Kameruner waren im selben Trainingslager, das Falter besucht hat, um Spielerinnen für sein Team zu finden. Anton und Overhage werden jedoch nicht als einzige Beobachter in Slowenien auftauchen.

Co-Trainer Björn-Arne Alber berichtet, dass auch die finanzkräftigen Klubs aus Italien ihre Experten nach Maribor schicken wollen. Derzeit hat Düren also vier Möglichkeiten. Entweder verzichtet Evivo gänzlich auf einen zwölften Spieler und hofft, dass die Mannschaft vom Verletzungspech verschont bleibt. Oder aber Sven Anton und Co warten ab, ob sich die finanzielle Situation noch einmal verändert. Bestes Beispiel ist die Verpflichtung des Brasilianers Luiz Roque vor fünf Jahren. Der Blocker wurde erst im September geholt und war ein Volltreffer. Die anderen beiden Optionen: ein Spieler aus Kamerun oder Tommy Postolesi.
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