Düren - Immer auf der Suche nach zwei Punkten

Immer auf der Suche nach zwei Punkten

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
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Ganz ruhig am Spielfeldrand: Keith Hansen (untere Reihe, Mitte). Foto: Franz Sistemich

Düren. Keith Hansen verzieht nur selten sein Gesicht. Ruhig sitzt der Co-Trainer von Evivo Düren am Spielfeldrand auf seinem Stuhl, beobachtet aufmerksam das Geschehen auf beiden Seiten des Volleyballnetzes: „Auch als Trainer würde ich nicht am Spielfeldrand rumturnen. Meine Aufgabe ist es einfach, meiner Mannschaft zu helfen.”

Und so liegt sein Fokus auf dem Gegner und seinen Akteuren: „Ich muss in der Lage sein, meinen Aktiven präzise Angaben zu geben, damit sie einen Angriff abwehren oder einen Punkt machen können.”

Jetzt ist alles möglich

In der Saisonvorbereitung und während des größten Teils der Hinrunde war der frühere Trainer von Evivo Düren nur sporadisch vor Ort, seit Ende Dezember unterstützt der Kanadier Trainer Sven Anton ununterbrochen. Rechtzeitig zum grandiosen Sieg im Pokalhalbfinale über den VfB Friedrichshafen kehrte Hansen an die Rur zurück. Jetzt will er mit Anton, Co-Trainer Björn-Arne Alber und der Mannschaft den Lohn für die harte Arbeit im Training ernten, nachdem der Pokaltriumph nur knapp verpasst worden war: „In der Play-off-Runde ist alles möglich”, sagt Hansen.

Samstag steht das erste Viertelfinalspiel an. Gegner sind ausgerechnet die Netzhoppers aus Königs Wusterhausen. Vier Mal hat Evivo gegen die Ostdeutschen gespielt, seitdem Mirko Culic, der Vorgänger von Sven Anton, die sportliche Verantwortung bei den Netzhoppers trägt, vier Mal haben die Dürener verloren. Das ficht Keith Hansen nicht an: „Die Netzhoppers sind eine gute Mannschaft, aber das Viertelfinale stellt wieder eine ganz neue Situation dar.”

Bange machen gilt nicht, zumal, so sieht es Hansen, die Ostdeutschen zuletzt in Düren nicht wegen ihrer Stärke, sondern wegen einer Dürener Unzulänglichkeit gewonnen haben: „Nach unserer 2:0-Satzführung haben wir nur noch an den Sieg gedacht und weniger daran, eine gute Leistung abzurufen.” Die Niederlage war deshalb für Hansen die logische Konsequenz. Deshalb gilt für die maximal drei Viertelfinalpartien: „Cool bleiben, gute Leistung abrufen!”

Und sich auch akribisch auf den Gegner vorbereiten. Dazu gehört das intensive Studium der Spielvideos und der -statistiken. Stundenlang verbringt Hansen mit der Analyse der Spielszenen und der statischen Werte eines jeden gegnerischen Spielers, unterstützt vornehmlich durch Björn-Arne Alber, Dürens ehemaligen Zuspieler. „Mein Job ist es, pro Satz zwei Punkte zu finden. Wenn ich dadurch helfe, eine enge Partie zu gewinnen, habe ich einen guten Job gemacht”, sagt Hansen.

Wenn es besonders eng ist, kann auch ein Spieler den entscheidenden Unterschied darstellen. Christian Dünnes ist so ein Spieler. Von dem Diagonalangreifer schwärmt Hansen in den höchsten Tönen: „Er ist für mich der beste Angreifer der Liga gegen Zweierblocks, aber auch weil er in schlechten Angriffssituationen noch punktet.” Keith Hansen muss es eigentlich wissen. Schließlich beobachtet er konzentriert und ruhig jedes Spiel und jeden Spieler.
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