Haching unter Druck setzen

Von: Guido Jansen
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Düren. Der Gegner steht am Mittwoch unter größerem Druck. Generali Haching muss die Auswärtsaufgabe bei Evivo Düren um 19.30 Uhr in der Arena Kreis Düren gewinnen, wenn der Verein aus der Nähe von München im Rennen um die Tabellenführung bleiben will.

„Eine Niederlage können wir uns nicht leisten”, weiß Mittelblocker Max Günthör, der im Sommer von Evivo zu Generali gewechselt ist. Deswegen hielt sich die Feier anlässlich des Pokalgewinns am Sonntag deutlich in Grenzen - obwohl die Truppe aus der Münchner Vorstadt den ersten Titel der Vereinsgeschichte bejubeln konnte.

Als zu wichtig gilt der Vorteil, vom ersten Platz aus in die Endrunde einsteigen zu können. Denn nur der Tabellenführer nach der Normalrunde hat bis zum Schluss in jedem Entscheidungsspiel Heimrecht.

Haching ist bereits am Montag in Düren eingetroffen und trainiert seit Dienstag an der Rur. Eine Verschnaufpause nach dem Titelgewinn gab es nicht.

Viele Möglichkeiten hat Düren nicht, das starke Spiel der Hachinger einzuschränken. „Sie greifen über alle Positionen gut an”, hat Anton die Tatsache umschrieben, dass kein anderes deutsches Team so sehr aus allen Rohren feuert wie der heutige Gegner.

Zudem ist Haching das körperlich größte und blockstärkste Team der Liga. Die Hebel, an denen Anton und seine Mannen ansetzen müssen, um Haching ins Wanken zu bringen, sind kein Geheimnis: „Wir müssen effektiv aufschlagen und gut annehmen”, sagt Trainer Anton.

Zeigt Evivo ein gutes Aufschlagspiel, dann wackelt die zwar gute, aber nicht herausragend starke Annahme des heutigen Gegners. Der Spielaufbau wird gestört und Patrick Steuerwald, der ideenreiche Spielmacher der Hachinger, hat weniger Möglichkeiten, seine Angreifer einzusetzen. Dann wird das eigentlich variantenreiche Angriffsspiel durchschaubarer.

Schafft Düren es andererseits gut, die Aufschläge des Gegners zu entschärfen, dann funktioniert das Angriffsspiel der Hausherren. Und dann bekommt auch der starke Hachinger Block Probleme.

Der Unterschied zwischen beiden Mannschaften: Sind sie in Annahme und Aufschlag gleich stark, dann ist Haching im Vorteil, weil es in den darauf folgenden Elementen stärker ist. Und diesen Nachteil muss die Anton-Truppe wettmachen.

Ein leichter Vorteil für Düren ist die Tatsache, dass die Heimmannschaft Platz sechs so gut wie sicher hat und Platz fünf längst außer Reichweite ist. Sieg oder Niederlage haben aus Dürener Sicht keinen großen Einfluss auf die Tabelle. Der Druck lastet also eindeutig auf den Gästen.
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