Gibt „Evivo Dünnes” richtige Antwort?

Von: jan
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Christian Dünnes (links) gegen die Netzhoppers: So jedenfalls sieht der Gegner aus Brandenburg das Duell gegen Evivo Düren am Sonntag. Foto: Jansen

Düren. „Wenn du als Außenseiter gegen den Spitzenreiter spielst, dann ist das ne einfache Kiste. Du kannst ohne Druck drauf los spielen. Das hat Düren sehr gut gemacht.” Ulf Quell, der Co-Trainer des Volleyball-Bundesligisten VfB Friedrichshafen, hat es auf den Punkt gebracht. Evivo Düren hat im Duell mit seiner Mannschaft am vergangenen Mittwoch gut gespielt.

Besser sogar als die meisten anderen Teams bisher. Schließlich war Evivo erst die zweite Mannschaft, die den Volleyballern vom Bodensee einen Satz abnehmen konnte. Ulf Quell hat aber auch mit dem zweiten Teil seiner Aussage Recht. Bergab spielen ist immer einfacher. Jetzt geht´s bergauf. Das Spiel am Sonntag um 16 Uhr bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen Bestensee war schon vor der Partie gegen den VfB in den Hinterköpfen. In Brandenburg fällt ein großer Teil der Entscheidung im Schluss-Spurt der Bundesliga.

Evivo kann mit einem Sieg beim Angstgegner Platz fünf halten und in Reichweite von Platz vier bleiben. Im Falle einer Niederlage ist Rang vier als bestmögliche noch erreichbare Ausgangslage für die Endrunde weg. Zudem würde Düren auf Rang sechs rutschen und hätte Rottenburg und die Netzhoppers unmittelbar im Nacken sitzen.

Apropos Angstgegner. Da war doch was Ende Dezember. Evivo hat das Heimspiel gegen die Brandenburger chancenlos 0:3 verloren. Die Partie markierte nach langer personeller Talfahrt den absoluten Tiefpunkt der Dürener Saison bisher. Spielmacher Ilja Wiederschein war seit wenigen Wochen nicht mehr da, der wichtigste Angreifer Christian Dünnes verletzt, Abwehrchef Fabian Kohl ebenso.

Der mittlerweile genesene Stefan Hübner war weit von einer Rückkehr auf das Spielfeld entfernt. Düren stand auf dem Feld und war nicht eingespielt und verunsichert. Das haben die Netzhoppers, die damals ihr persönliches Tal schon hinter sich hatten und im Aufwind waren, ausgenutzt. Und das versuchen sie auch jetzt wieder. Der Verein, zu dem Evivo bisher ein gutes Verhältnis pflegte, gibt sich im Vorfeld der Partie ungewohnt aggressiv.

Statt auf das Spiel einzugehen erlauben sich die Netzhoppers im Vorfeld ein Urteil über Düren. „Düren? Über große Teile der bisherigen Saison eine Enttäuschung”, heißt es auf der Homepage. Evivo wird attestiert, das Leistungsvermögen über weite Strecken der Saison nicht nachgewiesen zu haben. Und überhaupt: „Evivo Dünnes” lautet die Überschrift. Und da jener Christian Dünnes - sinngemäß - so viel besser ist als alle seine Mitspieler, wird Düren mit dem Wechsel des Angreifers gen Unterhaching im Sommer abrutschen.

Neben dem vorschnellen Urteil für diese Saison gibt´s als Nachschlag aus Brandenburg den Abgesang auf Düren gleich obendrauf. Auch wenn es auf Dürener Seite keiner zusätzlichen Motivation bedurft hätte - die Netzhoppers liefern eine extra Steilvorlage. „Die brauchen die Punkte. Denn wenn sie verlieren, droht die Abstiegsrunde. Deswegen machen sie Stunk”, kommentiert Trainer Sven Anton. „Unsere Jungs haben nur drüber gelacht und gesagt, dass sie am Wochenende zu Hause bleiben, Christian alleine hoch fährt und das Spiel gewinnt.”

Die Volleyballer von der Rur wollen in Brandenburg zeigen, warum sie nicht Evivo Dünnes heißen. Ein Sieg wäre die passende Antwort. Vermutlich kann der Pole Kamil Kacprzak dabei nicht helfen. Sein Einsatz ist aufgrund von Hüftproblemen fraglich.
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