Georg Klein sieht besseres Evivo-Team

Von: Franz Sistemich
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Georg Klein will auch in der neuen Bundesliga-Saison häufig Grund zum Jubeln Foto: Guido Jansen

Düren. Wenn Georg Klein auf Evivo Dürens Gegner zum Auftakt der Bundesliga-Saison angesprochen wird, zuckt der Mittelblocker ein wenig mit den Schultern: „Ein komplett neues Team“, sagt der deutsche Nationalspieler über die RWE Volleys Bottrop.

Rätselraten herrscht bei Evivo Düren vor dem ersten Bundesligaspiel am Mittwoch ab 20 Uhr in der Arena: Erst acht Spieler besaßen am Dienstagnachmittag die Spielberechtigung für den Ruhrpott-Klub: drei Mittelblocker, zwei Zuspieler, zwei Liberos, ein Außenangreifer.

Die neuesten Gerüchte besagen, dass die ausländischen Aktiven den Klub verlassen, andererseits heißt es, der Verein habe sich von zwei Spielern aus finanziellen Gründen getrennt. Wie dem auch sei: Bottrop spielt am Mittwoch, und Georg Klein sagt: „Wir nehmen diesen Gegner wie jeden anderen ernst.“ Und auch sein Trainer Michael Mücke bereitet die Mannschaft vor, als seien alle Bottroper Akteure spielberechtigt.

Gegen dieses Team will Düren auf jeden Fall siegen, auch wenn der Gastgeber personelle Probleme hat(te): Beide Zuspieler sind verletzt. Doch während der US-Amerikaner Evan Barry (Fußoperation) auf jeden Fall geschont wird, steht dem Einsatz des Kanadiers irischer Abstammung Ciaran McGovern (Muskelfaserriss) nach den jüngsten Eindrücken beim Training wohl nichts mehr im Wege. Auch Außenangreifer Matthias Pompe dürfte seine Oberschenkelzerrung überwunden haben.

„Es ist halt immer besser, mit einem Sieg in die Saison zu starten. Das gibt immer einen Schub“, setzt Georg Klein darauf, dass die neue Mannschaft am Mittwoch bereits im ersten Satz ihre Nervosität ablegen und dann souverän aufspielen wird.

Denn dass das Team mit einer gewissen Aufgeregtheit in die Partie gehen wird, steht für Klein fest: Acht der zwölf Volleyballer tragen zum ersten Mal in einem Meisterschaftsspiel das Dürener Trikot, und nicht jeder der Zugänge ist eine lautstarke Kulisse wie die in Düren gewöhnt.

Doch nach der Eingewöhnung, ist sich der 22-Jährige sicher, werden Dürens Anhänger große Freude an der neu formierten Mannschaft haben: „Wenn wir alle fit sind, sind wir besser als in der abgelaufenen Saison, weil wir bei Auswechslungen keinen Qualitätsverlust hinnehmen müssen.“ Jeder kann auf seiner Position jeden gleichmäßig ersetzen.

Zwar dürfte in der Annahme Düren ein wenig schwächer sein als in der Spielzeit 12/13, in der Libero Blair Bann und Annahmespezialist Dennis Deroey nationale Spitzenklasse waren, doch ist Düren in den Elementen Zuspiel und Angriff besser aufgestellt als zuvor.

Die neue Formation könnte das Vorgänger-Team auch in einem anderen Punkt übertreffen: Von der Emotionalität steht sie ihm in Nichts nach. Bereits in den Vorbereitungspartien liefen die Herren Volleyballer auch schier aussichtslosen Bällen hinterher: „Da haben einige ihren Körper nicht geschont“, berichtet Klein von halsbrecherischen Rettungsaktionen.

Auch sie sollen die Fans wieder zum achten Mann werden lassen, damit die Saisonziele leichter erreicht werden können: „Wir wollen die Direkt-Qualifikation für die Play-off-Runde und endlich wieder mal in das Pokalfinale im westfälischen Halle“, sagt Georg Klein. Platz 5 vor der K.o.-Runde sieht der Mittelblocker als realistisches Ziel an.

Halle/Westfalen hängt auch mit dem Losglück zusammen: „Bevor ich aber Evivo verlasse, will ich mit dem Team Pokalsieger werden“, sagt Klein schmunzelnd. Zwei Jahre läuft sein Vertrag in Düren noch. Dann liebäugelt der Mittelblocker mit dem Ausland.

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