Gelingt Evivo mit viel Leidenschaft der zweite Sieg?

Von: jan
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Da geht es  lang, und zwar mit
Da geht es lang, und zwar mit Vollgas. Kapitän Jaromir Zachrich (links) gibt die Richtung vor. Foto: Guido Jansen

Düren. Alle Vereine wünschen sich eine ausgeglichene, spannende Volleyball-Bundesliga, in der jeder jeden schlagen kann. Jeder Klub für sich hofft darauf, von der Lotterie der schwer vorhersagbaren Ergebnisse verschont zu bleiben.

Welche Rolle Evivo Düren in der Wundertüte Oberhaus spielt - auf diese Frage gibt es am Mittwoch ab 20 Uhr eine weitere aussagekräftige Antwort. Dann tritt Evivo auswärts beim CV Mitteldeutschland in Sachsen-Anhalt an.

Auf welchen CV die Dürener dann treffen, den, der am ersten Spieltag daheim überraschend gegen ersatzgeschwächte Netzhoppers Königs Wusterhausen verloren hat oder den, der am Sonntag überraschend beim Moerser SC gewinnen konnte - so lautet die nächste spannende Frage. „Dass die Liga so eng beieinander ist, hätte ich nicht gedacht”, sagt Evivo-Kapitän Jaromir Zachrich mit Blick auf die ersten beiden Spieltage.

Der Wunsch nach einer spannenden Klasse scheint schon früh in Erfüllung zu gehen. Zachrich und seine Mitstreiter arbeiten daran, so wenig wie möglich zum Hin und Her beizutragen. „Wir müssen versuchen, so konstant wie möglich zu spielen”, erklärt der Mittelblocker. Denn die Mannschaften, die am Seltensten ausrutschen, werden am Ende weiter oben in der Tabelle zu finden sein.

Mit Leidenschaft

Zwei Qualitäten will Düren in die Waagschale werfen, um das Ausrutschen zu verhindern. Zum Einen sei die neue Mannschaft laut ihres Kapitäns besser und ausgeglichener besetzt. Zum Anderen habe das Team mit dem 3:2 auswärts in Berlin - übrigens die erste Überraschung der Liga - gezeigt, dass sie emotional und mit Leidenschaft spielt. „Das kann nur unser Weg sein. Wir dürfen da nicht eine Minute nachlassen”, fordert der 26-Jährige. Die Zeiten, in denen ein Team aus dem oberen Drittel einfach so die Punkte gegen Mannschaften aus dem unteren Drittel mitnimmt, sind vorbei.

Beispiel Bottrop: Der West-Rivale hat das Halbfinale als Ziel ausgegeben und legte einen kapitalen Fehlstart hin mit Niederlagen gegen Bühl und Gotha, zwei Teams, für die der Klassenerhalt oberste Prämisse ist. Völlig rund läuft das Evivo-Spiel noch nicht, schwierige Situationen löst das Team schon jetzt sehr gut. „Das Selbstvertrauen, dass wir auch dann noch antworten können, wenn der Gegner viel Druck auslöst, ist sehr viel wert”, beschreibt Zachrich einen positiven Effekt des Berlin-Sieges. „Aber wir müssen die einfachen Situationen noch besser lösen. Da fehlt noch die Abstimmung.”

Das sei, so der Kapitän, kein Anlass zur Sorge, sondern normaler Zustand für den frühen Zeitpunkt der Saison. Wie die Mitteldeutschen sich morgen präsentieren, ist unklar. Fakt ist, dass der Gegner wesentlich mehr Erfahrung mitbringt als Düren. Die Stamm-Mannschaft ist im Schnitt vier Jahre älter. „Das gleichen wir mit viel Energie wieder aus” kündigt Zachrich an. In Berlin hat die Maßgabe Energie statt Erfahrung schon gut funktioniert.
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