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Gelingt der nächste Coup?

Von: Roman Sobierajski
Letzte Aktualisierung:
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Dreh- und Angelpunkt der Aachener Angriffe: Zuspielerin Femke Stoltenborg ist auf eine gute Defensivleistung angewiesen. Foto: Birkenstock

Aachen. Fast genau ein Jahr ist es her, da rangierten die „Ladies in Black“ nach dem 13. Spieltag nach einer 0:3-Klatsche gegen Vilsbiburg abgeschlagen auf dem vorletzten Tabellenplatz der Volleyball-Bundesliga, nur das Jugend-Nationalteam VCO Berlin noch hinter sich.

Auf dem Konto gerade einmal vier müde Punkte, bis zum Saisonende sollte sich zum 3:2 über Aurubis Hamburg zum Auftakt und den beiden Siegen über VCO noch ein bedeutungsloses 3:2 am letzten Spieltag über Suhl gesellen.

Ein Jahr später: Die „Ladies“ haben – nach der neuen Drei-Punkte-Regelung – satte 23 Zähler auf dem Konto, rangieren auf Tabellenplatz 4 und haben am 13. Spieltag am Wochenende gegen Vilsbiburg einen 3:0-Sieg hingelegt. Nur vier Tage später geht es für die Mannschaft von Trainer Marek Rojko am Mittwoch (20 Uhr) zum Tabellenführer VC Wiesbaden, eine Mannschaft, die bislang nur drei Niederlagen einstecken musste: zwei gegen den Meister SC Schwerin und eine gegen ebenjene „Ladies“ aus der Hinrunde.

Starkes Angriffs-Duo

Vergleichbar sind die beiden Mannschaften aus der Hinrunden-Begegnung allerdings nur bedingt. „Wiesbaden hat mit Martina Boscoscuro noch eine zweite starke Libera dazu bekommen“, warnt Aachens Trainer Marek Rojko. „Und außerdem hat damals die Außenangreiferin Ksenija Ivanovic noch nicht gespielt. Seitdem sie in der Start-Sechs steht, hat die Erfolgsserie der Wiesbadenerinnen begonnen.“ Tatsächlich gehört Ivanovic neben der früheren Aachenerin Karine Muijlwijk auf der Diagonalposition zu den stärksten Angreiferinnen der Liga: Die Niederländerin ist ligaweit zweitbeste Scorerin, Boscoscuro rangiert in der Kategorie Annahme weit vorn.

„Schwerer auszurechnen“

Doch auch bei den „Ladies“ hat sich seit dem 3:0 über Wiesbaden einiges – zum Besseren – geändert: Während im Hinspiel die Angriffslast fast ausschließlich auf Tatiana Crkonova ruhte (oder lastete), haben mittlerweile gleich drei oder vier „Ladies“ hervorragende Angriffswerte. „Unser Spiel ist deutlich variabler geworden und dadurch auch für den Gegner wesentlich schwerer auszurechnen. Wenn wir vier oder gar fünf Angriffsoptionen haben, wird es sehr schwer gegen uns“, bestätigt auch Coach Marek Rojko diese Entwicklung.

Mit spielentscheidend dürfte jedoch sein, mit der gegen Vilsbiburg gezeigten Qualität im Angriff das gegnerische Spiel zu unterbinden, um die eigenen druckvollen Angriffe über Zuspielerin Femke Stoltenborg aufziehen zu können. „Gelingt es uns, auf dem selben hohen Niveau zu spielen wie gegen Vilsbiburg, dann haben wir gegen Wiesbaden eine größere Siegchance als gegen Dresden“, schätzt Rojko die Chancen für seine Mannschaft ein. Wobei momentan der größte Sprung für die „Ladies“ darin bestehen dürfte, die Topleistungen vor der eigenen Kulisse auch auf fremdem Parkett hinzulegen. Hilfreich dürfte dabei auch die kurze Anreise sein, die erst am Spieltag erfolgt: „Wenn man nicht so weit reisen muss, ist das nicht schlecht für das eigene Spiel.“

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