Gegen Lüneburg steht das Saisonziel der Powervolleys auf dem Spiel

Von: Guido Jansen
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Temperamentvoll: Tommi Tiilikainen. Foto: Guido Jansen

Düren. Die Entscheidung fällt am Mittwoch, ob der Volleyball-Bundesligist SWD Powervolleys Düren die laufende Saison irgendwann im Rückblick als erfolgreich verbuchen kann. Ab 19 Uhr treffen die Dürener im dritten Spiel des Viertelfinales auf die SVG Lüneburg. Der Sieger verlässt die Arena Kreis Düren mit dem Ticket für das Halbfinale gegen den VfB Friedrichshafen.

Der Ausgang ist offen, Düren konnte das erste Spiel zu Hause in einem Kampf auf Biegen und Brechen mit 3:2 gewinnen. Das Rückspiel auswärts endete für die Powervolleys mit einer deutlichen 0:3-Niederlage.

Halbfinale lautete das Ziel, das die Macher des Dürener Bundesligisten von Beginn der Saison an ausgegeben haben. Trainer Tommi Tiilikainen hat dagegen seit der ersten Trainingseinheit vom Finale gesprochen. Beide Vorgaben haben eins gemeinsam: Düren muss gewinnen. „Ich erwarte ein Volleyball-Fest“, sagt Tiilikainen. Davon, dass der deutliche Lüneburger Sieg vor einer Woche Zweifel in den Hinterköpfen seiner Spieler geweckt haben könnte, will der Finne nichts wissen.

„Im zweiten Spiel war Lüneburg emotional sehr aufgeladen, sie haben mit viel Energie gespielt und verdient gewonnen. Das war’s, jetzt geht’s weiter“, beschreibt Tiilikainen die Situation. „Für genau diese Spiele machen wir das hier alles. In solchen Spielen hast du die Chance, stärker zu werden.“

Stärker werden muss Düren in jedem Fall. In Lüneburg haben die Powervolleys den Vergleich beim ersten Kontakt verloren. Lüneburgs Aufschläge waren besser, in der Annahme der gegnerischen Aufschläge hatten die Norddeutschen ebenfalls die Nase vorne. „Ich gehe zu 100 Prozent davon aus, dass Lüneburg dieses Niveau auch jetzt wieder auf das Parkett bringt“, sagt Tiilikainen. Logischer Rückschluss: Düren muss sich steigern.

Vor allem in der Annahme, auch wenn es Lüneburg erneut gelingen sollte, mit den eigenen Aufschlägen eine taktische Meisterleistung zu vollbringen wie in Spiel zwei. Weiterhin muss Powervolleys-Spielmacher Jay Blankenau seine Angreifer wieder besser finden als zuletzt. Der Kanadier war lange Zeit in dieser Saison mit seinen schnellen Pässen der Grund, warum Düren fast jeden gegnerischen Block zur Verzweiflung getrieben hat. Das Risiko bei dieser Spielweise: Schafft es der Gegner wie Lüneburg zuletzt, den Dürener Spielaufbau zu stören, dann steigt die Fehlerquote im Angriff schnell. Zu schnell.

Taktische Überraschungen sind nicht zu erwarten, wenn sich die beiden Teams am Mittwoch nach zwei Bundesligaspielen und zwei Play-off-Duellen zum fünften Mal in dieser Saison gegenüberstehen. „Solche Spiele werden zu 80 Prozent über das Selbstvertrauen gewonnen“, erklärt Tiilikainen.

Deswegen lege er jetzt keinen Wert darauf, neue Spielzüge einzustudieren. Selbstvertrauen einimpfen war in den vergangenen Tagen angesagt. „Jeder unserer Spieler kann mit dem Druck jetzt umgehen. Besser noch: Jeder fiebert dieser Partie entgegen. Angst gibt es keine“, sagt der Dürener Trainer. Für die richtungsweisende Partie stehen Tiilikainen am Mittwochabend alle zwölf Spieler zur Verfügung.

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