Für die „Ladies“ nur ein fast perfektes Wochenende

Von: Roman Sobierajski
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Eine starke Phase von Außenangreiferin McKenzie Adams (in Schwarz) brachte die „Ladies in Black“ Aachen gegen VCO Berlin wieder zurück ins Spiel. Foto: Andreas Steindl
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Die Spielerinnen von Aachens Trainerin Saskia van Hintum zeigten über weite Strecken eine richtig starke Leistung. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Trainerin Saskia van Hintum hatte sofort nach dem klaren 3:0-Erfolg (25:17, 25:16, 27:25) ihrer Mannschaft vor 795 Zuschauern am Samstagabend über den VfB Suhl vor dem nächsten Gegner gewarnt, der sich nur 21 Stunden später in der Halle an der Neuköllner Straße vorstellte.

 „VCO Berlin ist eine schwer zu bespielende Mannschaft, die schon starken Mannschaften Sätze abgenommen hat“, schätzte Aachens Trainerin den Tabellenletzten der Volleyball-Bundesliga ein. Dass die 46-Jährige weiß wovon sie spricht, mussten die 904 Zuschauer in den folgenden zweieinhalb Stunden Spielzeit erleben.

Die deutsche Junioren-Auswahl hatte die „Ladies“ schon am Rande einer Niederlage, führte im vierten Durchgang bereits mit sechs Punkten Vorsprung, als sich vor allem die Außenangreiferinnen McKenzie Adams und Nika Daalderop – von Zuspielerin Femke Stoltenborg gut in Szene gesetzt – ihrer kämpferischen Qualitäten besannen und die „Ladies“ zurück in die Erfolgsspur brachten. „Unsere Blockarbeit war heute nicht gut, der VCO hat mit starken Aufschlägen viel Druck auf unsere Annahme gemacht.“

Tatsächlich hatte der Auftritt der Aachenerinnen am Sonntag über weite Strecken wenig mit der überzeugenden Darbietung nur einen Tag vorher gemein. Gegen Suhl zeigten die Spielerinnen von Aachens Trainerin Saskia van Hintum eine überzeugende und reife Leistung: Zuspielerin Femke Stoltenberg etwa brachte mit sieben starken Aufschlägen in Folge das Team im ersten Durchgang von 9:9 auf eine 16:9-Führung, Diagonalangreiferin Ioana Baciu hämmerte ihre Attacken sehr humorlos ins gegnerische Feld, die beiden Mittelblockerinnen Jeanine Stoeten und Anna Kalinovskaya brachten die gegnerische Abwehr ein ums andere Mal in Verlegenheit.

Der einzige Schönheitsfehler war, dass es im dritten Satz noch einmal richtig spannend wurde, Suhl immer besser in die Begegnung fand und sich zurecht zwei Satzbälle erarbeitete. Doch der Aachener Kampfgeist und die Nervenstärke wurden belohnt, beide Satzbälle abgewehrt, bevor Nika Daalderop ihrerseits mit einem starken Aufschlag den ersten Matchball für die „Ladies“ verwandelte.

Elf Punkte aus vier Spielen

Doch alles, was gegen Suhl überzeugend funktionierte, war nur einen Tag später wieder vergessen und wird sicher in der anstehenden Trainingswoche intensiv aufgefrischt werden: Aachen leistete sich 21 Annahmefehler (VCO Berlin elf), jeweils 13 Fehler im Aufschlag und im Angriff ließen das Spiel der „Ladies“ stumpf werden. Ein Umstand, den der aktuell sehr starke Junioren-Jahrgang für sich zu nutzen wusste.

Die junge Mannschaft von Trainer Martin Frydnes entschied klar den ersten Satz für sich, ließ sich auch nicht davon irritieren, dass Aachen ausglich, sondern hatte mit der 2:1-Satzführung nach 72 Minuten zumindest einen Punkt bereits entführt.

Doch dann zogen sich die „Ladies“ selbst aus dem Sumpf, der sie zu verschlucken drohte, als sie im vierten Durchgang bereits klar zurücklagen: Libera Kirsten Knip kratzte mit großem Einsatz ein paar gegnerische Angriffschläge, eine starke Phase von Adams, die jeden Angriffsschlag auf den Hallenboden brachte ließen die „Ladies“ wieder auf 12:14 herankommen, und nach der zweiten technischen Auszeit drehte Daalderop auf, sorgte mit einem Aufschlagfeuerwerk für beruhigende sechs Satzbälle.

Dem hatten die jungen Spielerinnen der Jahrgänge 1998/99 nur noch wenig entgegenzusetzen, und so wurde der folgende Tiebreak aus Aachener Sicht eine klare Angelegenheit, und McKenzie Adams verwandelte bereits den ersten Matchball zum 15:7. Damit haben die „Ladies“ aus den letzten vier Begegnungen gegen Wiesbaden, Erfurt, Suhl und VCO elf Punkte auf das Konto geschaufelt und sind punktgleich mit Wiesbaden auf den siebten Tabellenplatz geklettert.

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