Aachen - Für die „Ladies“ beginnen die Rechenspiele

Für die „Ladies“ beginnen die Rechenspiele

Von: rom
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Aachen. Es war dieser eine entscheidende Ball, der Manuel Hartmann etwas ratlos zurückließ: Aachens Angreiferin Lene Scheuschner steigt zum Matchball hoch, der Ball wird von Aurubis Hamburg geblockt, „und dann stehen fünf andere Spielerinnen um sie herum, ohne Absicherung“.

Die Folge: Der vierte Satz, „den wir eigentlich gewinnen müssen“, so Hartmann, geht doch noch an die Gastgeberinnen, und da die „Ladies in Black“ Aachen auch im folgenden Tiebreak den Kürzeren ziehen, setzt sich Aurubis Hamburg in der Volleyball-Bundesliga mit 3:2 (17:25, 20:25, 25:21, 27:25, 15:13) doch noch durch, nachdem sich die Aachenerinnen bereits die ersten beiden Sätze gesichert hatten. Dass es Jana-Franziska Poll, die immerhin vier Jahre das Aachener Trikot trug, war, die den „Ladies“ den Todesstoß versetzte, ist dabei noch eine bittere Randnotiz: „Poll macht im ersten Satz nur einen einzigen Punkt und ist am Ende der Partie die punktbeste Spielerin. Wir haben als Mannschaft nicht schlecht gespielt, aber individuelle Klasse hat uns das Leben schwer gemacht.“

Und die Konsequenzen für die „Ladies“ sind in diesem Fall gravierend: „Das ist leicht an der Tabelle ablesbar“, meint Hartmann, „nehmen wir drei oder zwei Punkte aus Hamburg mit, wären wir fast sicher in den Pre-Play-offs gewesen“, meint Aachens Coach. Nun müssen die Aachenerinnen wohl auf fremde Hilfe, wenn nicht auf ein kleines sportliches Wunder hoffen, um am Ende der Saison nicht auf einem Abstiegsplatz zu landen.

Da wäre Variante 1: Ein Sieg oder zumindest einen Punkt in eigener Halle aus der letzten Saisonbegegnung zu holen. Kleiner Schönheitsfehler ist allerdings, dass Tabellenführer Dresdner SC anreist, der selbst noch punkten muss, um auf den letzten Drücker nicht noch vom Schweriner SC überholt zu werden. „Wir werden sicher alles geben gegen Dresden“, kündigt der 29-Jährige an, räumt aber auch ein, dass – realistisch gesehen – die Sachsen schon schlecht ins Spiel finden oder unter Reisestrapazen leiden müssen, um überhaupt eine Chance auf einen Erfolg zu haben.

Alternative 2: Köpenick darf in zwei Partien keinen einzigen Satz mehr holen, Aachen gegen Dresden aber zumindest einen. Und Alternative 3: Straubing verliert die letzte Partie gegen Absteiger Suhl. Die Zeit für Rechenspiele hat begonnen.

Aachen: Kuciakova (Scheuschner), Kosova, Bongaerts, Grozer, Svobodnikova (Langgemach), Crkonova, Valachova

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