Für das Entscheidungsspiel: Evivo muss gewinnen

Von: Franz Sistemich
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Jelle Hilarius hat Spaß am Leben und an seiner Sportart Volleyball. Und eben mit diesem Faktor geht der Diagonalangreifer aus den Niederlanden auch am Sonntag in das zweite Spiel gegen Bühl. Foto: Guido Jansen

Düren. „Enjoy the show“ hat sich Jelle Hilarius auf seinen rechten Arm tätowieren lassen. Nun bedeutet dieses Motto nicht, dass der niederländische Diagonalangreifer ein Luftikus ist. Der 2,03 Meter große Volleyballer ist einfach ein Mensch, der Spaß am Leben hat, mit seiner Familie und seinen Freunden Spaß haben will und der vor allem Spaß an seiner Sportart hat.

Und deshalb sagt er: „Ich verspüre vor dem Rückspiel am Sonntag gegen den TV Bühl keinen Druck, sondern freue ich mich auf diese Partie.“ Eben mit Spaß und Emotionen will der Niederländer mit seinen Mannschaftskameraden das dritte, das entscheidende Spiel um den Einzug in das Halbfinale erzwingen.

Das erste ging – wir berichteten – am Mittwoch 1:3 beim TV Ingersoll Bühl verloren. Die Niederlage ist einfach zu erklären: Mit starken Aufschlägen setzte der Gastgeber das Team von der Rur so unter Druck, dass ein variableres Angriffsspiel nicht möglich war. Zu oft bot sich Dürens Stellern Ciaran McGovern und Evan Barry nur die Option Außenangriffe an. Bühls Recken standen denn auch oft richtig am Netz.

Das zweite, das Rückspiel wollen Hilarus und Co. unbedingt für sich entscheiden. „Die Chancen stehen 50:50“, sagt der Niederländer, der im Alter von sieben Jahren zum Volleyball kam: Sein Land hatte gerade bei den Olympischen Spielen in Atlanta die Goldmedaille gewonnen. Jelle Hilarius war von Zuspieler Peter Blangé und seinen Mitstreitern so begeistert, dass er sich dem Volleyball verschrieb. Und das durchaus erfolgreich: In seiner Heimat wurde er Meister und Pokalsieger.

Evivo Düren ist die erste Auslandsstation des 25-Jährigen. Sein erster Eindruck von Düren hätte besser nicht sein können: Es war Annakirmes-Zeit. „Ein schöner Beginn“, sagt er und lacht. Und auch ansonsten ist er nur voll des Lobes über seine erste Saison an der Rur – in jeder Beziehung.

Fehlt jetzt nur noch der Sieg am Sonntag. Mit Spaß und Emotionen wollen Hilarius und seine Mannschaftskameraden versuchen, die Niederlage in Bühl auszumerzen. Vor allem mit einer Steigerung in zwei Volleyballelementen: „Wir müssen besser aufschlagen und annehmen“, sagt der Diagonalangreifer. Das große Plus von Evivo könnte aber auch die mannschaftliche Geschlossenheit sein: „Wir sind ein Kollektiv, das sich auch privat gut versteht.“

Dürens Volleyballer verbringen nicht nur Stunden auf dem Feld zusammen, sondern auch privat. Und so wollen Dürens Volleyballer am Sonntag ab 18 Uhr alles in die Waagschale werfen, um das dritte Spiel am Mittwoch in Bühl zu erzwingen: „Sonntag wird es schweres, aber auch ein schönes Spiel“, freut sich Hilarius.

Getreu seinem Motto: „Enjoy the Show“.

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