Evivos Volleyballer nehmen vermehrt den Ball in die Hand

Von: Franz Sistemich
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Routinier Ilja Wiederschein, der Zuspieler von Evivo Düren, absolvierte das Kraft- und Athletiktraining an der Kölner Sporthochschule wie ein junger Spund. Foto: sis

Düren. Sie wissen, was auf sie zukommt. Sie wissen aber nicht, wann ihnen die Strapaze abverlangt wird: Zum Vorbereitungsprogramm der Volleyballer von Evivo Düren gehört auch ein Treppenlauf.

23 Treppen werden die Außenangreifer und Mittelblocker, werden der Libero und die Zuspieler hochhetzen müssen. Das Kraft- und Athletik-Training an der Kölner Sporthochschule fordert halt den ganzen Volleyballer. Dabei gilt eigentlich der Spruch: „Volleyballer laufen nicht!”

Darüber können Sven Anton und Björn-Arne Alber nur schmunzeln: „Spieler haben sogar gefragt, ob sie den Kölner Halbmarathon mitlaufen dürften.” Trainer und Co-Trainer Bundesligisten kannten da aber nur eine Antwort. Und die lautete klipp und klar: „Nein!”

Zufrieden sind Anton und Alber mit dem Stand der Vorbereitungen. Kraft- und Athletik standen bisher her im Vordergrund: „Wir haben wegen der Weltmeisterschaft, die nächste Woche beginnt, eine komprimierte Saison vor uns, für die wir jetzt die konditionellen Grundlagen legen müssen”, sagte Anton. Seit ein paar Tagen sind Evivos Spieler dagegen auch häufiger in der Arena anzutreffen. Die Jungs dürfen wieder vermehrt den Ball in die Hand nehmen. Das heißt: Es beginnt auch die Zeit der Testspiele Masseik, Belgiens Spitzenteam, gehört dazu wie der Moerser SC. In Wuppertal, Bottrop und in Polen - wenige Tage vor Saisonbeginn - bestreitet der dreifache Deutsche Meister Turniere. Beim östlichen Nachbarn werden auch die beiden WM-Teilnehmer Stefan Hübner und Christian Dünnes blocken und angreifen.

Dies bedeutet mit anderen Worten: Maximal neun Spieler stehen Anton und Alber während der Trainingseinheiten zur Verfügung. Und beim Elfer-Kader wird es bleiben: Denn finanziell ist Evivo nicht in der Lage, einen zwölften Spieler zu verpflichten. Des Trainers und des Teammanagers (Michael Overhage) Trip nach Maribor blieb deshalb ohne Folgen wie das Probetraining eines Amerikaners: „Natürlich wären zwölf Spieler angesichts des Mehr an Spielen auf nationaler wie internationaler Ebene besser, aber wenn es finanziell nicht möglich ist...”, muss Anton halt mit elf Akteuren auskommen. Und die bereiten ihm aktuell Freude. Allerdings: Manchmal ist es dem Coach zu harmonisch. Dann müssen Reizpunkte gesetzt werden.
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