Evivo will mit hohem Niveau Sicherheit gewinnen

Von: Franz Sistemich
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Muss sich am morgigen Sonntag
Muss sich am morgigen Sonntag wieder gegen starke Generali-Blockspieler durchsetzen: Dürens Diagonalangreifer Matthias Böhme. Foto: sis

Düren. Die Gründe für das schlechte Abschneiden von Evivo liegen für Max Günthör auf der Hand: „Eine junges Team braucht halt seine Zeit. Und der Ausfall von Weltklassemittelblocker Stefan Hübner war nicht nur sportlich, sondern auch für die Moral schwer zu verkraften.”

Der Hachinger, der eine Spielzeit für Evivo blockte, schaut von der Spitze in die Niederungen der Liga. 13 Siegen und 39:5-Sätzen Hachings stehen nur vier Erfolge und 20:26 Sätze für Evivo gegenüber. Dennoch sagt der Mittelblocker: „Wir nehmen Düren sehr ernst.”

Dass die Gäste aus dem Rheinland am Sonntag die Partie nicht vor dem ersten Aufschlag abschenken trotz des deutlich sichtbaren Unterschiedes, ist ebenso klar. Denn nach der Partie vor den Toren Münchens und nach dem Heimspiel gegen den VfB Friedrichshafen stehen Evivos wegweisende Spiele an. Um die Play-off-Runde zu erreichen, darf sich Düren gegen Moers oder Gotha, gegen Rottenburg oder Königs Wusterhausen, gegen Bühl und Bottrop eigentlich keine Niederlage erlauben. Deshalb will sich Evivo in den Partien gegen die Überteams die Sicherheit für die Pflichtspiele gegen die vermeintlichen Mannschaften auf Augenhöhe holen. „Wir wollen”, sagt Hinz, „mit kompletter Besetzung auf einem hohen Niveau agieren, um die Sicherheit für die Spiele gegen die anderen Mannschaft zu gewinnen.”

Diese Niveau müssen Dürens Volleyballer ohne Tim Elsner und Stefan Hübner erreichen. Während Elsner wegen einer Knie-Operation für den Rest der Saison ausfällt, zogen Hübner und der Verein dieser Tage die Konsequenzen aus des Spielers langwierigen Verletzungen: Der Vertrag wurde zum 31. Januar aufgelöst. Folglich stehen dem Trainer nur zehn Aktive zur Verfügung, weil der Hübner-Nachfolger - Evivo verhandelt noch - wohl frühestens in der Auswärtspartie in Königs Wusterhausen zur Verfügung stehen wird.

Auf seinen Libero kann Hinz dagegen wieder zurückgreifen. Und so liegt es auch an Fabian Kohl, dass Düren eine Leistung am oberen Limit abruft. Doch selbst dann dürfte ein Sieg illusorisch sein: „Wenn Haching auf seinem Top-Niveau spielt, dann kann in Deutschland nur noch Friedrichshafen Generali schlagen”, ist sich Hinz sicher. Trotzdem: Auch ein Team wie Haching mit seiner individuellen Klasse - zum Beispiel gehört ja auch Ex-Evivo Christian Dünnes zur Startformation - und seiner mannschaftlichen Geschlossenheit könnte ja mal einen gebrauchten Tag erwischen: „Auch deshalb sollten wir eine Top-Leistung bringen: Denn wenn Haching wider Erwarten schwächeln sollte, sollten wir uns nicht vorwerfen müssen, diese Gelegenheit verpasst zu haben.”

Im Übrigen hat Dürens Gegners zum ersten Mal seit vielen Wochen wieder verloren: In der Champions League verspielten die Hachinger mit dem 2:3 gegen Poitiers ihre letzte Chance. Doch dass der Gastgeber sich nun den Frust von der Seele schmettern will, glaubt Söhnke Hinz nicht: „Das ist für die ein normales Bundesligaspiel.”
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