Evivo will Dämonen austreiben

Von: Guido Jansen
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Spielt am Samstag in der Arena
Spielt am Samstag in der Arena Kreis Düren gegen sein Lieblings-Team: Till Theissen aus Kreuzau schmettert für die Netzhoppers. Foto: Guido Jansen

Düren. Den Fluch von Friedrichshafen konnten die Volleyballer von Evivo Düren nicht besiegen. Jetzt sollen, pünktlich zu Halloween, andere Dämonen, die den Bundesligisten plagen, ausgetrieben werden.

Netzhoppers heißen diese und sind der nächste Gegner am Samstag um 19.30 Uhr in der Arena Kreis Düren. Und sie haben in den vergangenen drei Spielzeiten alle sechs Ligaspiele gegen Evivo gewonnen.

„Ich weiß”, sagt Dürens neuer Hauptangreifer Matthias Böhme und muss dabei unweigerlich grinsen. Denn Böhme war einer der Chef-Dämonen in den Reihen der Netzhoppers Königs Wusterhausen Bestensee. Nicht zuletzt aufgrund der wuchtigen Angriffe des 24-Jährigen hat Düren verloren. „Jetzt müssen wir gewinnen. Ganz einfach”, formulierte Böhme die Ziele mit seiner neuen Mannschaft.

„Wir wollen ins Halbfinale. Und dann müssen wir uns gegen die Mannschaften auf Augenhöhe durchsetzen”, so der gebürtige Berliner. Für den 2,04-Meter-Riesen ist das Spiel nach eigener Aussage keine besondere Nummer. „Die Netzhoppers haben einen großen Umbruch hinter sich.”

Von der Mannschaft aus dem vergangenen Jahr sind nur vier Spieler übrig geblieben. Mit Manuel Riecke fehlt zudem derzeit der Kopf der Mannschaft aufgrund von Rückenproblemen. „Trotzdem weiß ich natürlich genau, dass es Mirko immer gelingt, eine gut spielende Mannschaft aufzubauen”, blickte Böhme auf seine Erfahrung mit Netzhoppers-Trainer Mirko Culic, der früher bekanntlich auch in Düren verantwortlich war, zurück. Mit Sebastian Kraus und Sebastian Fuchs hat Culic zwei starke Angreifer vom SCC Berlin loseisen können. „Das ist wieder eine starke Mannschaft”, warnte der Neu-Dürener vor seinem Ex-Team.

An eine Sache erinnerte sich der Ex-Netzhopper ganz genau. Der Spaßfaktor ist wichtig für die Brandenburger. Wenn das Team Spaß auf dem Feld hat, dann ist es stark. Zuletzt war der Spaß für die Netzhoppers gegen Düren groß. Spaß haben will auch Till Theissen. Der 20-Jährige stammt aus Kreuzau und war zuletzt Junioren-Nationalspieler. Jetzt ist er ein Netzhopper, der sich in seinem neuen Team sehr wohl fühlt.

„Für mich passt hier alles. Ich kriege viele Spieleinsätze”, berichtete Theissen. Auf das Gastspiel in Düren freut sich der Blockspieler ganz besonders. „Als Kind habe ich mit dem Begriff Volleyball immer den Namen Düren verbunden”, so der Kreuzauer. Jetzt steht er seinem Lieblingsklub als ernstzunehmender Gegner gegenüber. Gespannt ist Theissen auch, weil sich mit den Netzhoppers und Evivo zwei sehr junge Mannschaften gegenüber stehen.

Die Chancen schätzt er auf 50:50 ein. „Düren ist auf dem Papier vielleicht Favorit”, so die Einschätzung des 20-Jährigen. Theissen hofft darauf, mit seinem neuen Team weiter als Schreckgespenst durch die Dürener Saison spuken zu können. Der ehemalige Düren-Schreck Matthias Böhme hat etwas dagegen.
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