Evivo: Wann wird Stefan Hübner wieder fit?

Von: Guido Jansen
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Gute Ratschläge - mehr kann Stefan Hübner bisher nicht zum Spiel des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren beitragen. Foto: Guido Jansen

Düren. Es war die spektakulärste Neuverpflichtung des vergangenen Jahres. Evivo Düren holte den deutschen Vorzeige-Volleyballer Stefan Hübner zurück in die Bundesliga. Seit einem halben Jahr wartet jeder Volleyball-Fan an der Rur darauf, dass der langjährige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft endlich für seinen neuen Klub aufläuft.

Wenn Evivo am Mittwoch (19 Uhr) auswärts in Berlin gegen die Talenttruppe des VC Olympia um Bundesliga-Punkte spielt, dann ist Stefan Hübner erneut nicht dabei. Wann er spielen kann ist derzeit unklar.

„Ich habe mir kein festes Datum gesetzt. Sonst wirst du verrückt im Kopf”, sagt Stefan Hübner. Zwei Mal musste das Debüt im Evivo-Trikot schon verschoben werden. Das grundsätzliche Problem ist eine chronische Sehnenentzündung im Knie. „Die Struktur der Sehne hat sich verbessert. Das wollten wir erreichen”, schildert der Ausnahme-Volleyballer, dass die Therapieerfolge da sind.

Der Fortschritt sei erkennbar und lasse den Schluss zu, dass die Rückkehr gelingt. Aber in dieser Saison hieß es schon zwei Mal Kommando zurück. „Es ist wichtig, dass ich mir die Rückkehr auf das Spielfeld als realistisches Ziel setzen kann. Ich bin froh, trainieren und arbeiten zu können”, berichtet der 35-Jährige. Wenngleich die Rückschläge in den vergangenen Monaten intensiv waren.

„Ich bin Spieler und kein Bank-Drücker”, erklärt er, dass er seine Rolle als Co-Trainer bei Evivo lieber früher als später aufgeben wolle. „Ich fühle mich, als sitze ich zwischen den Stühlen”, beschreibt er seinen Arbeits-Alltag.

„Hübners Ausfall ist für Evivo finanziell kein Reinfall. Wie jeder andere Arbeitnehmer erhält der Volleyballer Krankengeld von seiner Krankenkasse. Uns wäre viel lieber, wenn er spielen könnte und wir ihn bezahlen müssten”, betont Evivo-Manager Michael Overhage. Vor knapp zwei Wochen haben sich alle Experten, die Hübner auf seinem Weg begleiten, auf einen Fahrplan geeinigt. Seitdem ist der Terminkalender des Mittelblockers noch voller.

Vor fünf Jahren musste Hübneer in Italien schon einmal lange arbeiten, um nach Ermüdungsbrüchen der Schienbeine zurückzukehren. Derzeit trainiert er abends wieder mit der Mannschaft, mit gebremstem Schaum. Tagsüber pendelt Hübner hin und her zwischen Ausdauerbelastungstraining am Olympia-Stützpunkt Köln, Sprungtraining auf extra weichem Boden an der Sporthochschule Köln und Behandlungen beim Evivo-Physiotherapeuten Frank Krüttgen in Eschweiler. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt da nicht.

Und Hübner nimmt sich diese Zeit auch nicht. Er weiß, dass er sich im Sommer Gedanken über seine Karriere machen muss, falls er bis dahin nicht von der Stelle kommt. „Ich habe meinen Weg gefunden, mit Verletzungen umzugehen”, sagt er. „Die Verletzung jetzt ist anders als damals in Italien. Da saß ich alleine im Ausland. Hier habe ich meinen Freundeskreis. Wenn du zulässt, dass du trotz Verletzung zufrieden lebst, dann erhöht das die Leidensfähigkeit sehr.” Die braucht Stefan Hübner in den kommenden Wochen. Wenn das Knie hält, dann wird der ganze Körper beansprucht. Denn fit zu werden für die erste Liga ist anstrengend. Hübners Vorteil: Damit kennt er sich noch viel besser aus als mit Verletzungen.

Fabian Kohl wieder Libero

Am Mittwoch kehrt Abwehrchef Fabian Kohl zurück in das Team von Evivo Düren. Beim Auswärtsspiel gegen den VC Olympia Berlin (19 Uhr) läuft Kohl vier Wochen nach seiner Operation am Knie wieder auf. Till Lieber, der Kohl seit dem vertreten hat, hat die Reise nach Berlin nicht mitgemacht. Sollte Kohl in Berlin passen müssen, dann will Anton erstmals seit Jahren ohne Libero spielen.

Trotz dieser Probleme ist Evivo gegen die Junioren des VCO Favorit. Der Talentschuppen der Liga hat erst einen Sieg auf der Habenseite. Zudem fehlen der Mannschaft die wichtigsten Angreifer verletzungsbedingt.

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