Evivo-Volleyballer geben sich noch nicht auf

Von: jan
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Drei Spieler, die bisher keinen Vertrag für die kommende Saison in Düren haben: Jan Umlauft, Felix Isaak und Sebastian Kühner (von links) . Foto: Guido Jansen

Düren. Der Frust war zuerst einmal groß. Das Ziel, sich und die eigenen Fans mit einem Heimsieg im Halbfinale zu beschenken, haben die Volleyballer von Evivo Düren nicht erreicht. 2:3 ging die Partie in Düren gegen Generali Haching verloren.

Am Montag, als die Mannschaft wieder zum Training zusammen kam, herrschte aber eine andere Stimmung. Frei nach dem Motto: Warum eigentlich nicht? Warum soll die Mannschaft morgen ab 19.30 Uhr nicht in Haching gewinnen und damit ein weiteres Heimspiel, das am Freitag ausgetragen würde, erzwingen?

„An unserer Ausgangslage hat sich ja nichts verändert”, sagte Trainer Sven Anton, nachdem er eine Reihe von Einzelgesprächen mit seinen Spielern geführt hatte. „Wir brauchen einen Sieg aus den ersten drei Spielen und den können wir immer noch holen.” Gleichwohl wird die Aufgabe auswärts in Unterhaching schwerer. Der Gegner will den Sack zumachen und dürfte im höchsten Maße motiviert sein.

„Wir haben uns selbst aber bewiesen, dass wir noch kämpfen können”, sagte Anton nach dem 2:3. „Und wenn wir das in die Waagschale werfen, dann stehen die Karten gar nicht so schlecht.” Zumal die Dürener Mannschaft keinen Druck hat. Sie weiß, dass sie aufgrund der zahlreichen Verletzungssorgen der vergangenen Wochen auf dem Zahnfleisch geht. Das Ausscheiden gegen ein Team, das deutlich weniger Probleme, dafür aber deutlich mehr Nationalspieler hat und besser eingespielt ist, ist keine Schande. „Im Gegenteil: Wir können sehr stolz auf das Erreichte sein”, erklärte der sportliche Leiter Goswin Caro. Und mit diesem Stolz will Evivo morgen in Bayern antreten.

„Wir müssen Punkt für Punkt arbeiten. Nur so haben wir eine Chance. Und wenn wir das tun und der Gegner trotzdem besser ist, dann müssen wir das akzeptieren”, so Angreifer Niklas Rademacher. „Wir müssen unser bestes Volleyball spielen. Sonst wird es nicht reichen”, war sich Hachings Angreifer Sebastian Schwarz nach dem harten Kampf in Düren sicher. „Denn so einfach wie im ersten Spiel des Halbfinales (3:0) werden wir es nicht mehr haben.”

Platz drei in der Endabrechnung ist Düren übrigens sicher. Ein kleines Finale wird es nicht geben. Damit steht auch fest, dass Evivo mindestens im CEV-Cup, dem zweithöchsten europäischen Wettbewerb starten wird. Ein Los, das dem Verein entgegen kommen würde. Denn die Champions League, die für Pokalsieger und Meister bestimmt wird, wird in Düren derzeit noch als eine Nummer zu groß angesehen.

Unterdessen deutet sich an, dass es nach der Saison einen größeren Umbruch geben könnte. Es deutet sich an, dass Jan Umlauft und Sebastian Kühner den Verein verlassen könnten. Die entscheidenden Gespräche stehen allerdings noch aus. Genau wie im Fall Alexander Mayer. Möglich ist, dass der 24-Jährige sich nach seinen Verletzungsproblemen auf sein Studium konzentrieren wird. Mayer hat einen Studienplatz für Medizin in Halle an der Saale erhalten.
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