Evivo: Trotz Grippewelle in voller Besetzung

Von: Lukas Weinberger
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Beim Hinspiel im November waren die „Piraten“ aus Spergau chancenlos: Evivo Düren mit Angreifer Sebastian Gevert gewann 3:0. Foto: Jansen

Düren. Michael Mücke dürfte in den vergangenen Tagen öfters mit Bauchschmerzen aufgewacht sein. Nein, die Grippe hat ihn nicht erwischt. Der Trainer ist topfit. Von einigen seiner Spieler kann man das allerdings nicht behaupten. Im Gegenteil: Der grassierende Virus hat vor dem Kader des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren keinen Halt gemacht.

Und das schlägt eben auch Mücke ein wenig auf den Magen. Ausgerechnet vor dem wichtigsten Spiel des Jahres hat sich der ungebetene Gast in den Reihen Evivos eingenistet. Und so war Mücke in den vergangenen Trainingseinheiten oft als Improvisationskünstler gefragt. Fünf Spieler krankgeschrieben, zwei mehr als nur angeschlagen – da fällt das Urteil des Coachs wenig überraschend aus: „Die Vorbereitung war natürlich alles andere als optimal.“

Und dabei geht es für Evivo am Samstagabend gegen den CV Mitteldeutschland um viel. Um sehr viel: Es geht um den direkten Einzug in die Play-offs. Die Rechnung dabei ist einfach: Gewinnt Evivo, dann sind die Dürener als Sechster sicher mit dabei. Wenn Moers gleichzeitig in Friedrichshafen verliert, würde Mückes Team sogar noch auf Platz 5 klettern. Setzt es hingegen eine Niederlage für die Dürener, ist Mitteldeutschland in den Play-offs, Evivo landet auf Platz 7 – und muss in die Pre-Play-offs.

Wie wichtig auch den Spielern die Partie gegen Mitteldeutschland ist, zeigte die Besetzung des Reisebusses gen Spergau am Freitagmittag. Denn obwohl Husten, Schnupfen und Gliederschmerzen bei dem ein oder anderen noch längst nicht abgeklungen sind, hatte sich dort jeder Spieler einen Platz gesichert. „Alle wollten mit dabei sein, alle wollen helfen“, berichtete der Trainer. „Darum haben wir uns entschieden, den ganzen Kader mitzunehmen.“ Ob auch jeder den Platz im Bus gegen einen auf dem Feld tauschen kann, steht indes noch nicht fest. „Bei einigen wird sich das kurzfristig entscheiden“, erklärt Mücke. Im Vollbesitz seiner Kräfte sei ohnehin keiner der Angeschlagenen. „Eine Grippe bekommt man nicht so schnell aus dem Körper“, weiß der Trainer. „Sie werden nicht ihr volles Leistungsvermögen abrufen können.“ Und so hat Mücke auch Alternativen mit in den Bus gepackt: den erst 16-jährigen, aber komplett gesunden Dennis Barthel und Scout David Jansen, der Spielerpass und Trikot im Gepäck hat.

Viel ausrechnen wollte sich Mücke am Freitag freilich nicht. „Favorit ist Mitteldeutschland“, urteilte der Trainer. Der Tabellensiebte hat ein Heimspiel – und Evivo die Grippe. Vorher aufgegeben wird aber natürlich nicht. Und so haben sich auf die Dürener eine Marschroute zurechtgelegt: „Wir werden unser Bestes geben und sehen, wie weit das reicht!“, verspricht der Trainer. Im Hinspiel hatte diese Einstellung noch zu einem souveränen 3:0 geführt – allerdings ohne Grippe, ohne Bauchschmerzen.

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