Düren/Terceira - Evivo startet zum Auftakt „auf der Insel des Meisters”

Evivo startet zum Auftakt „auf der Insel des Meisters”

Von: jan
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Trainer Söhnke Hinz (hinten r
Trainer Söhnke Hinz (hinten rechts) schwört sein Evivo-Team auf die Begegnung gegen Fonte Bastardo Azores ein. Foto: Guido Jansen

Düren/Terceira. Spätestens nach der Landung wussten die Volleyballer von Evivo Düren, mit wem und was sie es heute zu tun bekommen. „Willkommen auf der Insel des Meisters” stand da in großen Lettern auf einem fünf mal zehn Meter großem Schild in der Nähe des Flughafens.

Am Dienstag um 20 Uhr spielt Düren zum Auftakt des Europapokals auf der Azoren-Insel Terceira gegen Fonte Bastardo Azores.

Am Fernseher laufen immer wieder kurze Einspieler, die Werbung machen für das Spiel der Heimmannschaft gegen „Duren”. Volleyball ist auf den Azoren offenbar eine große Nummer.

Dass das portugiesische Team amtierender Meister seines Landes ist, wussten die Dürener. Mehr aber auch nicht. Videomaterial hat das Evivo-Trainerteam kaum gefunden. „Wir kennen ein, zwei Spieler von ihnen”, sagte Trainer Söhnke Hinz. Eine gezielte Spielvorbereitung war also nicht möglich.

„Das ist gar nicht so schlimm”, so Hinz, der ansonsten sehr viel Wert auf das Thema Video-Analyse legt. „Wir konzentrieren uns im Moment gerade ohnehin mehr um unser eigenes Spiel.”

Das wird nach der Serie von sechs Niederlagen zuletzt zwar besser, ist aber lange noch nicht optimal. Nach dem 3:0-Heimsieg über Rottenburg hat Evivo bekanntlich auswärts im Pokal 0:3 beim Moerser SC verloren. Auf den Azoren soll die Mannschaft wachsen, indem sie lernt, sich gegen einen weitgehend unbekannten, aber sicher starken Gegner zu wehren.

Einiges umstellen

„Nach einem Satz wissen wir, wo wir mit unserem Gegner dran sind. Dann werden wir eventuell ein paar Dinge umstellen”, kündigte der Trainer an. Drei Dinge stehen schon vor der Partie fest. Fonte Bastardo hat eine deutlich erfahrenere Mannschaft als Evivo. „Körperlich sind wir ziemlich überlegen”, erklärte Söhnke Hinz.

Keiner der Außenangreifer des Gegners ist über 1,90 Meter groß. Dürens Kleinster Joe Deimeke misst 1,94 Meter, Nicolai Kracht ist mit 2,05 Metern der Größte. Daraus ergibt sich, dass Fonte Bastardo höchstwahrscheinlich eine reife Spielanlage mit vielen technisch starken Spielern hat.

„Die Leute, die wir bei ihnen kennen, sind genau solche Typen”, berichtete der Trainer. Mit den Azoren-Volleyballern hat Evivo also ein vergleichsweise schweres Los zum Auftakt erwischt. An der zweiten Runde des Europapokals, in die Evivo heute startet, nehmen 32 Mannschaften teil. Gespielt wird ein Hin- und ein Rückspiel. Es gilt das Prinzip Golden Set.

Wenn es nach Spielen eins zu eins steht, wird im Anschluss an die zweite Partie ein Entscheidungssatz gespielt, der über das Weiterkommen entscheidet. Das Rückspiel findet am 20. Dezember in der Arena Kreis Düren statt. Sollte Evivo den Schritt in das Achtelfinale schaffen, dann wartet dort höchstwahrscheinlich einer der Top-Favoriten.

Die Italiener von Modena sollten keine Probleme haben, sich gegen die Luxemburger von VC Strassen durchzusetzen. Der Challenge Cup ist der dritte europäische Wettbewerb und bildet den Unterbau für die an der Spitze angesiedelten Champions League und den CEV-Cup. Meister Friedrichshafen und Pokalsieger Haching starten in der Champions League, Vizemeister Berlin im CEV-Cup.
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