Evivo spielt mit ganzer Kapelle

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
christian Fromm
„Man muss da schon realistisch sein”, sagte Evivo-Angreifer Christian Fromm, „Dass wir das Halbfinale nicht erreichen, ist wahrscheinlich.”

Düren. Heute endet wahrscheinlich die Saison des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren. Im Rückspiel des Viertelfinales um die Deutsche Meisterschaft ist der Meister und der große Favorit VfB Friedrichshafen zu Gast.

Das Hinspiel ging glatt mit 3:0 an den VfB. Anpfiff heute ist um 19.30 Uhr in der Arena Kreis Düren. „Man muss da schon realistisch sein”, sagte Evivo-Angreifer Christian Fromm. „Dass wir das Halbfinale nicht erreichen, ist wahrscheinlich”, so der 21-Jährige. Denn auf der einen Seite steht der Meister vom Bodensee, der sich kontinuierlich gesteigert hat, und auf der anderen Seite Evivo.

Düren irrte in dieser Saison von einem Rückschlag zum nächsten. Trotzdem gibt es im Dürener Lager keine Resignation. „Warum auch”, fragte Angreifer Christian Fromm, der im Sommer vom VfB nach Düren gewechselt war. „Die Saison ist nicht vorbei. Und wenn wir es schaffen, an unserem Limit oder gar darüber zu spielen, dann wird es spannend.”

Aufgeben kennt Fromm nicht. Das verrät schon sein Erscheinungsbild. 2,04 Meter groß, breite Schultern, ein Kerl wie ein Kleiderschrank. „Ich hätte nichts dagegen, wenn wir ein drittes Spiel erzwingen und deshalb noch mal zum Bodensee reisen müssen”, so der 21-Jährige.

Fromm und seine Mitspieler hoffen auf gute Stimmung in der Arena, auf ein Publikum, das weiß, wie schwer die Aufgabe ist. „Wir wollen unseren Zuschauern ein tolles Spiel bieten. Wozu das am Ende reicht, bleibt abzuwarten.”

Ein Fazit kann Fromm, der als eines der größten Talente des Jahrgangs 1989/90 gilt, schon jetzt ziehen. Er war von Friedrichshafen nach Düren gewechselt, weil er spielen wollte. Am Bodensee saß der Angreifer meist auf der Bank. In Düren dagegen war sein Platz in der Startaufstellung. „Ich habe viel Spielpraxis gesammelt. Und viel Erfahrung.” Auch wenn diese Erfahrung nicht immer positiv war.

In Düren erlebte der 21-Jährige zum ersten Mal mit, wie es sich anfühlt, wenn ein Rückschlag den nächsten bedingt. „Dass mit Stefan Hübner und Tim Elsner unsere erfahrensten Spieler weggebrochen sind, war schwierig”, so Fromm. „Das war in dieser Saison für jeden von uns jungen Spielern vielleicht ein bisschen zu viel”, nannte Fromm Gründe, die aus seiner Sicht dafür sprechen, dass Evivo mit Platz sieben nach der Normalrunde hinter den Erwartungen zurück geblieben ist. „Das sind alles Dinge, aus denen man lernt”, so der 2,04-Meter-Mann.

Vielleicht auch kurzfristig. Laune und Leistungskurve bei Evivo gingen zuletzt bergauf. Kapitän Jaromir Zachrich und Abwehrchef Fabian Kohl sind wieder fit, Evivo tritt also mit voller Kapelle gegen den VfB an. Obs reicht, um dem Meister den Marsch zu blasen; Christian Fromme würde es sich wünschen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert