Evivo sinnt auf Rache

Von: Guido Jansen
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Ilja Wiederschein (rechts) holt sich Rat bei seinem Trainer Sven Anton. Foto: Guido Jansen

Düren. Der Revanchegedanke schwingt mit. Die Spieler von Evivo Düren wollen sich rächen. Denn sie haben die große Schmach aus dem Hinspiel gegen den TV Rottenburg nicht vergessen. 0:3 war die Mannschaft von Trainer Sven Anton in der Hinrunde vor 2000 frenetischen Fans in Tübingen untergegangen.

Die Partie war einer der Tiefpunkte der bisherigen Saison. „Klar hätte ich große Lust, das den Rottenburgern zurückzuzahlen”, sagt Ilja Wiederschein, Spielmacher beim Volleyball-Bundesligisten aus Düren.

„Aber wenn wir nur knapp 3:2 gewinnen und die Arena wegen des spannenden Spiels Kopf steht, dann ist mir das auch recht. Hauptsache, wir gewinnen.”

Der 31-Jährige weiß, was Sache ist. Am Samstag um 19.30 Uhr ist mit dem TV Rottenburg eine der Überraschungsmannschaften der Liga in Düren zu Gast.

Und für Evivo geht es viel mehr als um Revanche. Ein Sieg gegen einen direkten Konkurrenten im Rennen um die Playoff-Plätze würde die Dürener Chancen deutlich verbessern.

Zudem könnte man dann von einem spürbaren Aufwärtstrend in der Liga sprechen. Evivo hätte sechs der vergangenen sieben Spiele im Oberhaus gewonnen und läge damit voll aus Kurs, Platz sechs zu sichern und vielleicht noch eine kleine Chance auf Rang fünf zu haben.

„Aber so einfach wird das nicht werden”, ist sich Wiederschein sicher. „Das Niveau in der Liga hat sich derart verbessert, dass man gar nicht mehr davon ausgehen kann, eine Mannschaft glatt mit 3:0 zu schlagen.”

Die Niederlage des Spitzenteams aus Moers beim Tabellenletzten VC Olympia Berlin am vergangenen Wochenende ist ein erneuter Beweis dafür.

Derartige Partien relativieren außerdem den jüngsten Auftritt von Evivo auswärts bei den Wuppertal Titans. Da hatte Düren glatt 3:0 gewonnen.

„Das war vielleicht keine Glanzleistung”, erklärt Wiederschein. „Aber wir haben konzentriert und konsequent gespielt und hatten das Spiel jeder Zeit im Griff. Das alleine zählt”, so der Linkshänder.

Und deswegen ist der Revanchegedanke für den erfahrenen Spielmacher zunächst einmal zweitrangig. Hauptsache gewinnen. Das bringt wichtige Punkte.

Zudem könnte man dann von einer ersten Saisonphase sprechen, in der sich die Anton-Truppe konstant präsentiert hat. So wie Ilja Wiederschein hat sich auch der Rest der Mannschaft nach dem wackeligen Saisonstart gefangen.

„Wir sind mit viel Euphorie in die Saison gestartet. Dann lief es nicht so gut und wir waren sehr verunsichert”, schildert der 1,98 Meter große Spieler.

Jetzt soll die Tendenz, dass in Düren Sicherheit auf- und die Verunsicherung abgebaut wird, verstärkt werden. Rottenburg ist eine Hürde von nicht zu unterschätzender Höhe.

„Die haben mich wirklich überrascht. Sie spielen einen guten Ball”, muss Wiederschein anerkennen. Das Überspringen der Hürde würde die positive Entwicklung fortsetzen, ein Scheitern käme einem Rückfall auf den Nullpunkt gleich.
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