Evivo ratlos: Nicht den Hauch einer Chance

Von: jan
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Dürens Block geht zwar hoch,
Dürens Block geht zwar hoch, kann aber in dieser Szene - wie in vielen anderen - nichts ausrichten. Foto: Guido Jansen

Düren. Dass Evivo Düren nur wenig Chancen haben würde, das Spiel am Sonntag in der Volleyball-Bundesliga gegen den Meister VfB Friedrichshafen zu gewinnen, war klar. Dass Düren aber im zweiten und dritten Satz vor 1800 Zuschauern in der Arena Kreis Düren so untergegangen ist, ist kein gutes Zeichen für die kommenden, so wichtigen Spiele.

Beim 0:3 gegen den VfB war Düren nach einem starken ersten Satz auf völlig verlorenem Posten. 22:25, 10:25, 15:25 lautete das deutliche Ergebnis. Vor allem die letzten beiden Sätze sind belastend für das junge Team, das Sonntag sage und schreibe fünf Spieler nicht einsetzen konnte. Denn die Spielgenehmigung für den als Ersatz für Stefan Hübner verpflichteten Tibor Filo lag noch nicht vor.

So stand Hübner noch einmal im Trikot in der Auswechselzone - für den Fall der Fälle, der nicht kam. „So dürfen wir einfach nicht verlieren”, sagte ein ernüchterter Kapitän Jaromir Zachrich nach der Partie. Denn die Deutlichkeit könnte eine Hypothek für die kommenden, ungemein wichtigen Spiele sein. Am Mittwoch tritt Evivo auswärts bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen Bestensee an, am Samstag ist der Moerser SC zu Gast.

„Man hat so ein bisschen den Eindruck, dass es egal ist, gegen wen wir spielen. Das beeinflusst die Frage, ob wir konstant unsere Leistung abrufen können, nicht”, sagte Hübner. Fest steht: Das Düren aus dem ersten Satz hat noch Chancen, den Sprung in die Playoffs zu schaffen, das aus dem zweiten und dritten Satz keinesfalls.

Die Niederlage war zu erwarten. Der einzig gesunde Spieler in der Auswechselzone war Hauke Wagner. Zudem waren Hübner und Co-Trainer Björn-Arne Alber aufgelaufen. „Wir beide waren absolut als Notnagel gedacht”, erklärte Hübner. Ein Notnagel reicht gegen den VfB, der in den vergangenen Wochen immer stärker geworden ist, nicht.

Brutal: 3:15 lautete das Block-Verhältnis. Gerade im letzten Satz kam es knüppeldick für Düren. Am Ende blockte der VfB ein ums andere Mal. „Man darf halt einfach nicht vergessen, dass wir ganz gut Volleyball spielen können”, sagte Friedrichshafens Trainer Stelian Moculescu. Der war, im Gegensatz zu vielen früheren Spielen in Düren tiefenentspannt, lachte das eine ums andere Mal über das gelungene Spiel seiner Mannschaft.

„Wir haben es heute eineinhalb Sätze lang geschafft, mal richtig die Sau rauszulassen. Das kann auch nicht jeder.” Ein Kompliment machte Moculescu Düren dann doch. „Die Fans sind großartig”, sagte er in Richtung des Fanklubs Moskitos. „Die haben nicht aufgehört, ihre Mannschaft anzufeuern, selbst als es richtig deutlich war. Die würde ich am liebsten mit nach Hause nehmen.”

Die Moskitos sind allerdings unverkäuflich und werden dringend gebraucht. Denn die Mannschaft braucht Rückendeckung. Kapitän Jaromir Zachrich sprach von einem großen Klos, den Düren mit dem gestrigen Spiel schlucken muss. „Wir haben einfach keine Lösungsmöglichkeit mehr gefunden. Das ist nicht gut”, spielte er auf die vielen Blocks des Gegners an. Viel, Zeit, die Partie zu verdauen, hat Evivo nicht. Dienstag gehts auf in Richtung Bestensee.

Die einzig positive Nachricht: Düren hat die dicken Brocken in der Rückrunde allesamt hinter sich. Kann die Mannschaft jetzt endlich einigermaßen punkten, dürfte es möglich sein, den einen oder anderen Gegner im Kampf um die Playoffs noch zu überholen.
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