Evivo muss die einfachen Situationen besser lösen

Von: Franz Sistemich
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Körpersprache, um den Gegner
Körpersprache, um den Gegner zu beeindrucken: Christian Fromm schreit seine Freude heraus, Matthias Böhme jubelt auch. Foto: sis

Düren. Es stand 15:16 im dritten Satz. Haching fehlten noch neun Punkte zum Satzgewinn und damit zum 3:0-Sieg in der Arena. Die Auszeit neigte sich dem Ende zu.

Evivo Dürens Volleyballer sprachen sich Mut zu. Tomas Kocian beispielsweise, der zweite Zuspieler, ging zu jedem seiner Mitspieler. Beispielsweise zu Christian Fromm. Der Außenangreifer hat manchmal Probleme mit den Aufschlägen der Gäste. Ihm raunte Kocian zu: „Kopf hoch!” Die Ansage war klar: Nicht aufgeben. Und vor allem dem Gegner einen Einblick in die eigene Gefühlswelt geben.

Aufmunterungen

Die Aufmunterungen nach dem 10:25 verlorenen zweiten Satz wirkten. Evivo behielt die Nerven, sicherte sich den dritten Abschnitt und zwang Haching mit Moral und couragiertem Auftritt doch noch in Satz 4.

Die Niederlage im Spitzenspiel kam nicht überraschend, sie war verdient, sie machte aber Zweierlei deutlich: Die Zuschauer stehen zu ihrem Team, weil sie sehen, dass die junge und unerfahrene Mannschaft mit Leidenschaft ihrer Sportart nachgeht und gewillt ist, sich überlegenen Gegnern nicht kampflos zu ergeben.

Zwei Beispiele

Die Sätze zwei und drei dienen als Beispiel: „Die Hachinger haben uns im zweiten Satz im Endeffekt keine Chance gelassen”, konstatierte Spielführer Jaromir Zachrich. „Wir sind halt noch zu jung und unerfahren, um uns in einer solchen Situatiion schnell selbst am Schopf aus dem Schlamassel zu ziehen”, befand Außenangreifer Tim Elsner. „Wir lassen dann auch zu sehr den Kopf hängen. Das ist halt der Unterschied zwischen einer erfahrenen Mannschaft wie Haching und unserem Team.”

Aber mit der Unterbrechung durch die zehminütige Pause, die Evivo aus Marketinggründen wieder eingeführt hat, und der richtigen Worte des Trainers kam Evivo mit breiter Brust zurück: „Wir sind als Mannschaft zusammengewachsen”, sagte Trainer Söhnke Hinz. Und so präsentierten sich die sechs Dürener auf dem Feld als eine Einheit. Diese Einheit muss in den nächsten Wochen an ihren Schwächen weiter arbeiten.

Tim Elsner: „Wir haben zu wenig Punktballsituationen genutzt, haben im Angriff zu oft einfach draufgehauen anstatt den gegnerischen Block anzuschlagen, den abprallenden Ball zu sichern und dann erneut vernüftig einen Angriff aufzubauen. Wir müssen einfache Situationen besser lösen.”

Besser in den Griff

Die Probleme, weiß Elsner, bekommen er und seine Mannschaftskameraden aber auch mit mehr Spielpraxis auf hohem Niveau immer besser in den Griff.
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