Evivo: Mit viel Emotionen und Energie in die neue Saison

Von: Franz Sistemich
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Verbessert sich ständig: Jo D
Verbessert sich ständig: Jo Demeike, der Annahmespieler. Matthias Böhme (hinten) und Kapitän Zachrich schauen zu. Zwei Foto: Sistemich

Düren. Endlich erfolgt der erste Aufschlag: „Wir freuen uns auf das Auftaktspiel. In der Max-Schmeling-Halle wird eine tolle Atmosphäre herrschen, wir wollen unseren Spaß haben”, schaut Evivo Dürens Trainer Söhnke Hinz dem Auftaktspiel der Volleyball-Bundesliga am Freitagabend bei den Berlin Recycling Volleys.

Bis zur Sommerpause firmierten die Berliner noch unter dem Namen SC Charlottenburg. Dann stieg der Sponsor groß ein, flugs wurde der Namen geändert und schon machte der Spruch die Runde, man könne den Berliner Volleyball in die (Müll-)Tonne kloppen.

Das dürfte schwierig sein, denn die Hauptstädter haben sich hohe sportliche Ziele gesetzt: „Sie wollen um den Titel mitspielen”, sagt Hinz. Deshalb haben sie eine Mannschaft auf die Beine gestellt, „bei der fast jede Position nahezu gleichwertig besetzt ist”, wie Hinz auch am vergangenen Wochenende beim Turnier in Polen feststellen konnte. Denn auch die Charlottenburger spielten gegen Danzig und Belchatow. Söhnke Hinz schaute sehr aufmerksam zu.

Zwar drängte sich der Eindruck auf, dass Mark Lebedew, der Berliner Coach, sich nicht in die Karten schauen lassen wollte - er wechselte häufig -, doch kann die Rotation auch einem anderen Grund geschuldet sein: Die letzten Spieler begrüßte der Australier erst vor einer Woche.

Folglich ist den Männern von der Spree und denen von der Rur eines gemeinsam: Die Vorbereitung verlief nicht optimal. Schließlich standen Söhnke Hinz teilweise nur acht Spieler im Training und bei manchem Vorbereitungsspiel zur Verfügung, weil Operationen oder Verletzungen oder die Nationalmannschaft Hinderungsgründe waren, des Übungsleiters Anweisungen in Training und Spiel in die Tat umzusetzen.

Dennoch fuhren die Dürener am Donnerstag frohen Mutes vom Sportpark Rabenberg im Erzgebirge nahe der tschechischen Grenze in die Bundeshauptstadt. Konzentriert und intensiv haben sich Evivos Volleyballer in der Nähe der tschechischen Grenze vorbereitet, haben am Feinschliff gearbeitet, haben aber auch die Ruhe fernab des normalen Alltags genossen. „Das war sehr, sehr angenehm in Rabenberg”, sagt Hinz.

In Berlin dürfte es am Freitagabend mit der Ruhe vorbei sein: Mit einer Lasershow und einem bunten Rahmenprogramm feiert die Deutsche Volleyball-Liga das Auftaktspiel der, mehrere tausend Zuschauer werden den neuen Berliner Volleyball-Tempel in einen Hexenkessel verwandeln wollen. Elf der zwölf Dürener Spieler kann Söhnke Hinz bedenkenlos einsetzen. Wegen seiner noch nicht ganz auskurierten Fußverletzung wird Zuspieler Tomas Kocian nur im äußersten Notfall eingesetzt.

In Berlin wird Evivo angesetzt der Vorbereitungsprobleme noch nicht sein bestes Volleyball bieten können, aber Hinz verspricht: „Wir haben Spieler, die mit viel Emotionen und Energie agieren.” Und dies will Evivo in die Waagschale werfen wie die Stärken in Block und Angriff.
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