Evivo: Mit 16 Jahren in die Bundesliga

Von: jan
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Im Frühjahr war Dennis Barthe
Im Frühjahr war Dennis Barthel noch ein Talent aus dem Nachwuchs des Dürener TV, jetzt gehört er dem Bundesliga-Kader von Evivo an. Foto: Jansen

Düren. Dennis Barthel hat schon häufiger versucht, sich den magischen Moment, der am Mittwoch auf ihn zukommt, vorzustellen. So richtig gelungen ist es dem 16-Jährigen aus Merken bisher nicht.

Am Mittwoch um 19.30 Uhr startet die Volleyball-Bundesliga-Saison für Evivo Düren mit einem Heimspiel in der Arena Kreis Düren gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen Bestensee. Und Dennis Barthel ist dabei. Nicht, wie in den vielen Jahren zuvor als Fan auf der Tribüne.

Der zwei Meter große Spieler ist der jüngste Volleyballer in der Dürener Bundesliga-Geschichte. „Ich freue mich schon seit Wochen auf diesen Moment”, sagt das Dürener Talent. Der magische Moment wird das Einlaufen in die Arena Kreis Düren sein, dann, wenn sein Name und die Trikotnummer Fünf aufgerufen werden. Von Anfang an spielen wird Barthel nicht. Dafür ist die Wegstrecke, die der 16-Jährige zurücklegen muss, um auf Bundesliga-Niveau anzukommen, noch zu lang. Körperlich beispielsweise ist Barthel noch nicht stark genug. „Das ist völlig normal für sein Alter”, erklärt Trainer Michael Mücke.

Warum der Teenager aus dem Nachwuchs des Dürener TV auf Anhieb den Sprung in den Bundesliga-Kader schaffen konnte, schildert Mücke folgendermaßen. „Jungs in dem Alter mit dem Talent und der Größe findest du wirklich selten.”

Dennis Barthel ist zwei Meter groß und wächst noch. Schon jetzt lebt er im Evivo-Team mit Schuhgröße 52 auf dem größten Fuß. Wie groß der 16-Jährige werden wird, ist unklar. Sicher ist nur, dass da noch was kommt. Was schon da ist, ist sein Talent für die Abwehr und das Verarbeiten der gegnerischen Aufschläge. „Für die etablierten Spieler ist es gar nicht leicht, Dennis im Training aus der Annahme rauszuschießen”, so Mücke weiter.

Die Annahme, das Element, welches sich viele Spieler über Jahre hart antrainieren müssen, bringt Barthel schon zu einem großen Teil mit. Im Gegenzug ist sein Flatteraufschlag bei seinen Mitspielern alles andere als beliebt, weil er schwer zu entschärfen ist. Ein Kurzeinsatz zum Aufschlag ist irgendwann mal möglich. „Das muss der Trainer entscheiden”, sagt der Jüngste im Evivo-Team. Eile ist nicht geboten, denn der jüngste Spieler soll behutsam aufgebaut werden. „Mein großes Ziel: in zwei oder drei Jahren für Düren auf dem Spielfeld stehen”, erzählt Barthel. Entwickelt sich der 16-Jährige weiter wie bisher, könnte er dieses Ziel auch schon früher erreichen.

Geld verdienen kann der Merkener mit Volleyball noch nicht. Die Schule hat Priorität. Barthel besucht die elfte Klasse des Berufskollegs der kaufmännischen Schulen des Kreises Düren. Drei Jahre Schule hat er noch vor sich, der Vertrag mit Evivo läuft sogar über vier. Tags über Schule, Abends Training - so sieht der Tagesablauf im Moment aus. In den Ferien trainiert das Talent auch am Vormittag mit. „Dennis ist sehr ehrgeizig und lernt viel. Und er ist voll integriert in die Mannschaft. Die älteren Spieler geben ihm häufig Tipps. ”, hat Trainer Mücke beobachtet.

Apropos magische Momente: Davon hat Dennis Barthel, der von klein an Evivo-Fan ist, schon mehrere gehabt. „Allein schon die Tatsache, dass ich mittrainieren darf, ist für mich was ganz besonderes. Damit hätte ich vor ein paar Monaten nie gerechnet.”
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