Düren - Evivo ist beim VfB Friedrichshafen ohne Chance

Evivo ist beim VfB Friedrichshafen ohne Chance

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
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Ein Spiegelbild der gesamten Halbfinalpartie am gestrigen Abend: Dürens Mitelblocker Jaromir Zachrich kann sich gegen die Friedrichshafener Jeroen Trommel (Nummer 9) und Marcus Böhme nicht durchsetzen. Foto: Kurth

Düren. Sven Anton sagte es mit einem Lächeln auf den Lippen: „Zum Abschied wünsche ich mir den Titel von meiner Mannschaft”, sprach er dem Reporter des Internetfernsehens ins Mikrofon. Und auch deshalb sollte am Mittwochabend eine Serie in Friedrichshafen reißen: Noch nie hatten die Rheinländer dort gewonnen.

Aber: „Stell´ Dir vor, Evivo gewinnt beim VfB, und wir waren nicht dabei”, lautete das Motto von 15 Anhängern des Dürener Volleyballs, die per Flugzeug und Auto zum ersten Halbfinale an den Bodensee gereist waren. Sie freuten sich auf die Begegnung wie auch die rund 90 Anhänger, die sich im Clubheim des Dürener TV an der Dr. Overhues-Allee eingefunden hatten: „Viele sind optimistisch, dass wir heute zum ersten Mal in Friedrichshafen gewinnen werden”, fasste Geschäftsstellenleiter Josef Kaulen die Stimmung vor der Übertragung auf der Großleinwand zusammen.

Auf den ersten Sieg am Bodensee müssen Spieler und Fans aber weiter warten. Friedrichshafen wurde seiner Favoritenrolle gerecht: 3:0 gewann die Mannschaft von Stelian Moculescu. Die Sätze: 25:14, 25:16, 25:20. Nun kann der VfB am Samstag ab 20 Uhr in der Arena Kreis Düren mit einem Sieg den Einzug in die Finalserie perfekt machen. Doch dies wollen Sven Anton und die Spieler verhindern: „Wir wollen dem Serienmeister doch noch ein Bein stellen. Wir hoffen, dass die Arena voll ist, und die Anhänger dafür sorgen, dass die Halle brennt.”

In der Arena am Bodensee ging am Mittwochabend, obwohl nur einige hundert Zuschauer die Partie verfolgen, auch abseits des Spielfeldes die Post ab. Es waren aber nicht die Dürener, die für lautstarke Anfeuerung sorgten: Die Lumpenkapelle Butzlumpa heizte mit ihren Blasinstrumenten und Trommeln den Gastgebern ganz schön ein.

In den Anfangsminuten hatten aber Dürens Fans Grund zum Jubeln: Ihre Mannschaft führte 6:3. Dann aber wendete sich das Blatt angesichts der brachialen Aufschläge der Gastgeber gar drastisch. Während die Anhänger Evivos in Friedrichshafen nur noch bedrückt das Spiel verfolgten (Stefan Kriebs: „Wir bekommen es gar furchtbar auf die Nase!”), sank auch die Stimmung im Clubheim rapide ab: „Eines unserer schlechtesten Spiele. Der VfB ist klar besser”, analysierte Kaulen. Das sah auch Teammanager Michael Overhage so: „Der VfB kann schalten und walten, wie er will.” Trainer Anton trat nach der Lehrstunde in Sachen Aufschläge gefasst vor die Kamera: „Der VfB hat bestens aufgeschlagen. Wenn die Annahme nicht steht, wird es sehr schwer.”
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