Evivo in Not: Möglichst sofort muss ein neuer Spieler her

Von: jan
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Düren. Der Kontakt zu den drei Top-Teams ist weg. Evivo Düren gehört im Moment nicht zur Spitze in der Volleyball-Bundesliga.

Sechs Minus-Punkte sind die Volleyballer von der Rur schlechter als Generali Haching, acht liegen sie gar hinter dem SCC Berlin und dem VfB Friedrichshafen. Das dürfte bis zum Beginn der Playoffs kaum noch aufzuholen sein.

Wenn im Evivo-Lager nicht bald entscheidende Dinge passieren, dann kommt Düren auch für den vierten Platz nicht in Frage. Mannschaften wie Moers sind stärker. Das 0:3 der Dürener am Mittwoch auswärts gegen Moers war Beweis genug dafür. Die Gastgeber überzeugten mit einer kompakt spielenden und routinierten Truppe. Ihr einziges Problem ist der Umzug nach Mülheim. In Moers gibt es keine bundesliga-taugliche Halle mehr. Und in der neuer Umgebung zieht der MSC nicht. 400 Zuschauer beim West-Klassiker - derart mickrige Zahlen wären in Düren undenkbar.

Die Dürener Fans, die in Mülheim trotz Niederlage mehr Stimmung machten als der Rest der Halle, standen auch nach der bitteren Schlappe hinter ihrem Team. Denn gekämpft und gewollt haben die Dürener. Nur nicht gekonnt. Das ganze Elend zeigt sich gerade in zwei Elementen. In der Annahme der gegnerischen Aufschläge und im Angriff über die linke Netzseite ist Düren zu schwach, um höheren Ansprüchen gerecht zu werden.

Evivo braucht dringend einen neuen Spieler. Denn Nikolai Kracht und Christoph Eichbaum sind zu wenig. Trainer Sven Anton kann nicht wechseln. Erst recht nicht, nachdem der Vertrag von Petko Tunchev zu Beginn der Woche aufgelöst wurde. Kracht fehlt die Erfahrung auf dieser wichtigen Position, Eichbaum ist kein Typ, der in Serie schwierige Bälle verwandelt. Wenn der Spielaufbau nicht funktioniert, bleibt im Moment nur noch Christian Dünnes als Waffe im Angriff. Und darauf kann sich ein Gegner irgendwann einstellen.

Evivo muss investieren. Nicht nur in einen neuen Zuspieler, der Routinier Ilja Wiederschein ersetzen soll. Sondern auch im Außenangriff. Verbessert sich dieser Bereich nicht, dann ist das Saisonziel Halbfinale wenig realistisch. Die Suche läuft auf Hochtouren. „Wir haben mitten in der Saison zwei Spieler verloren.

Das sorgt nicht für Sicherheit”, sagt Trainer Sven Anton. Ob die Suche bis morgen erfolgreich abgeschlossen werden kann, ist fraglich. Vermutlich muss Evivo zu Hause gegen den starken Aufsteiger aus Gotha ohne neue Gesichter antreten. Aus einem Spiel, das vor der Saison noch als Pflichtaufgabe gehandelt wurde, ist eine Schicksalspartie geworden. Denn gewinnt Evivo ab 19.30 Uhr in der Arena Kreis Düren nicht, dann ist auch Platz vier weit weg. „Das wird jetzt eine schwere Aufgabe. Wir müssen die Jungs wieder aufrichten, damit sie mit Selbstvertrauen in das Spiel gehen können”, so Anton.
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