Evivo im Duell mit den Unbekannten

Von: jan
Letzte Aktualisierung:
evivo07_bu
Endlich noch einmal ein Erfolgserlebnis! Und das nach hartem Kampf. Merten Krüger (Mitte) schreit seine Freude förmlich hinaus. Foto: Gudio Jansen

Düren. Der Gegner ist unbekannt. Das dürfte auf Gegenseitigkeit beruhen. Vor dem Auswärtsspiel im CEV-Europapokal weiß der Volleyball-Bundesligist Evivo Düren so gut wie nichts über Dinamo Bukarest. Und umgekehrt.

„Das wird eine interessante Aufgabe, herauszufinden, wie der Gegner spielt”, sagt Dürens Trainer Sven Anton vor der Partie, die am Dienstag um 17 Uhr angepfiffen wird.

Das übliche Videostudium ist ausgefallen. Denn von den Rumänen konnte Düren keine bewegten Bilder auftreiben. Deswegen muss Evivo die Kenntnisse über den Gegner während des Spiels sammeln. Und deswegen soll sich die Mannschaft bis zum Anpfiff auf sich selbst konzentrieren. So hat es der Trainer gesagt. Eine Sache ist aber sicher: Schwaches Niveau dürften die Rumänen nicht zu bieten haben. Seit vielen Jahren ist der Klub im Europapokal vertreten.

„Ich gehe davon aus, dass Bukarest ungefähr unser Niveau hat”, schätzt Sven Anton. Bukarest hat in der Liga gegen Constanta verloren. Und Constanta ist in der ersten Runde des Europapokals gegen den SCC Berlin ohne Chance gewesen. „Wir gucken nur auf uns”, bekräftigt Anton seine Maßgabe noch einmal. Viele Dinge hat Evivo beim knappen 3:2-Heimsieg über den Aufsteiger VC Gotha gut gemacht. Die Annahme war erstmals in dieser Saison sehr sicher, der Block hat ebenfalls häufig zugepackt. Allerdings sollte sich Evivo im Aufschlag und im Angriff noch steigern.

Hinzu kommt nach wie vor das Problem der Schwächephasen. Die hatte Düren auch gegen Gotha. Immer dann, wenn Evivo sein bestes Niveau spielte, war es besser. Fehlten fünf Prozent, dann reichte es nicht. Der sportliche Leiter, Goswin Caro, zeigte sich noch am Montag erstaunt darüber, wie dicht die Mannschaften in der Bundesliga mittlerweile beieinander liegen. „Ich war ehrlich gesagt etwas baff, als ich gesehen habe, wie stark ein Aufsteiger wie Gotha gegen uns gespielt hat.”

Zurück nach Bukarest. Da tritt Evivo Düren am Dienstag mit einem reduzierten Aufgebot an. Auf der Position des Spielmachers kann Sven Anton nicht tauschen, genau so wenig wie im Außenangriff. Die Alternativen fehlen. Merten Krüger darf în dieser Situation nichts passieren. Denn Ilja Wiederschein steht als Regisseur bekanntlich nicht mehr zur Verfügung. Und der Nachfolger Matthew Young trifft erst in der zweiten Wochenhälfte in Düren ein. „Wenn Merten nicht spielen kann, dann müssen wir improvisieren. Aber eigentlich brauchen wir uns keine Gedanken darüber zu machen. Denn Merten wird nichts passieren.”

Im Achtelfinale des Europapokals gelten die gleichen Regeln wie in der ersten Runde. Wenn es nach zwei Spielen 1:1 nach Siegen steht, dann muss ein Entscheidungssatz gespielt werden. Wie dramatisch das sein kann, hat Evivo vor zwei Wochen gegen Antwerpen miterlebt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert