Düren/Bestensee - Evivo hat derzeit schlechte Karten

Evivo hat derzeit schlechte Karten

Von: jan
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Schlechte Karten in Brandenburg: Christian Dünnes (vorne) war gegen die Netzhoppers der einzig gefährliche Angreifer. Deswegen stand der Gegner oft mit allen Mann im Block gegen ihn. Foto: Rudi Bartgens

Düren/Bestensee. Platz vier ist weg. In der Volleyball-Bundesliga musste Evivo Düren eine schmerzhafte Niederlage einstecken. Mal wieder. Mit 0:3 haben die Dürener bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen Bestensee verloren. Mal wieder. 20:25, 21:25, 22:25 lauteten die Satzergebnisse in Brandenburg.

„Das Spiel war richtig gewaltig frustrierend”, sagte Dürens Trainer Sven Anton. Noch frustrierender: Nicht nur Platz vier ist nach der zweiten glatten Niederlage gegen den Angstgegner von Ex-Trainer Mirko Culic außer Reichweite. Düren rutschte am Sonntag, zwei Spieltage vor dem Beginn der Playoff-Endrunde, auch noch auf Rang sechs ab.

Das Team von Trainer Sven Anton steht in den verbleibenden zwei Spielen jetzt unter großem Druck. Zwei Siege müssen her, wenn die Volleyballer von der Rur in den Playoffs nicht direkt auf eines der drei Spitzenteams treffen wollen.

Friedrichshafen, Unterhaching und Berlin sind vorne schon längst uneinholbar weit weg. Derzeit ist Berlin Dritter und würde auf den sechsten der Tabelle treffen. Das Saisonziel Halbfinale erscheint, auch angesichts des Ergebnisses vom Sonntag, in großer Gefahr zu sein. Es könnte gar noch schlimmer kommen. Denn Angstgegner Netzhoppers sitzt den Dürenern jetzt auch in der Tabelle im Nacken. Zwischen Platz fünf und Platz acht ist für Evivo derzeit alles möglich.

Deswegen bleibt Evivo jetzt nur noch die Flucht nach vorne. Bei diesem Unterfangen heißt der Gegner RWE Volleys Bottrop. Erst indirekt, am letzten Spieltag auswärts dann auch direkt. Düren empfängt am kommenden Samstag den TV Rottenburg und muss gewinnen. Denn sonst ist auch die Chance dahin, den Bottropern im direkten Duell anschließend noch Rang fünf abzunehmen. Zudem sind die Volleyballer von der Rur auf Schützenhilfe angewiesen. Pokalsieger Generali Haching muss am nächsten Spieltag seinem Favoritenstatus gerecht werden und Bottrop schlagen.

Denn sonst kommt es am letzten Spieltag nicht mehr zum Finale um Platz fünf zwischen Bottrop und Düren. Bei der Flucht nach vorne muss Dürens Angriff besser werden. „Bis auf Christian Dünnes hat auf den Außenpositionen bei uns keiner Mumm in den Knochen”, beschrieb Sven Anton, warum seine Mannschaft in Bestensee das Nachsehen hatte.

Ärgerlich für Düren

Zu schwankend ist das Dürener Angriffsspiel. Dünnes bleibt die einzige Konstante, alle anderen Akteure spielen wechselhaft und steckten tief im Tal. Um so ärgerlicher für Anton: Der Gegner hat mit der provozierenden Vorberichterstattung Recht behalten. Die Netzhoppers hatten Düren im Vorfeld als Evivo Dünnes verhöhnt.

„Ich wäre bei so etwas extra motiviert. Bei den Spielern war das leider nicht der Fall”, so Anton. Das Dürener Verletzungspech wiegt jetzt doppelt schwer. Der Pole Kamil Kacprzak ist der Mann, der im Angriff Akzente setzen kann. Aber er ist verletzt und derzeit ist fraglich, ob er in dieser Saison überhaupt noch einmal spielen kann. Düren hat derzeit schlechte Karten.
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