Evivo hat das Lizenzierungsverfahren ohne Probleme überstanden

Von: Franz Sistemich
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Die 75 Vereine der Deutschen Volleyball-Liga haben einen Masterplan beschlossen, um ihre Sportart voranzubringen. Foto: Sistemich

Düren. Die Volleyballer haben sich mit anderen Sportarten – zum Beispiel Basketball und Eishockey – verglichen und festgestellt: Es gibt einiges zu tun. Zum Beispiel bei der Vermarktung der Sportart oder mit Blick auf die Schaffung von hauptamtlichen Strukturen. Sie haben lange diskutiert – und gehandelt.

69 der 75 Vereine der Deutschen Volleyball-Liga haben kürzlich einen Masterplan zur Entwicklung der Bundesligen beschlossen. Sechs Vereine enthielten sich der Stimme.

Der Vertreter von Evivo Düren war der Geschäftsführer. Rüdiger Hein diskutierte und votierte aber nicht nur in seiner Funktion als Vereinsvertreter, sondern auch als stellvertretender Vorsitzender des DVL-Vorstandes. Und nicht immer deckte sich Vorstellung des Vereins mit der der Mehrheit der Klubs und der des Verbandes.

Der wichtigste Punkt, von der DVL als Dreh- und Angelpunkt bezeichnet, ist der Aufbau hauptamtlicher Managementstrukturen, um die Vermarktungserlöse, Medienkontakte und Zuschauerzahl zu steigern. Bis zur Spielzeit 2016/17 sollen die Erstligisten drei hauptamtliche Stellen im Management schaffen, Zweitligisten eine halbe hauptamtliche Stelle aufbauen.

Besondere Rolle

Evivo Düren nimmt in der Beziehung eine besondere Rolle ein: Professionalität trotz Ehrenamt, lautet das Schlagwort an der Rur. Damit stellt Evivo einen Einzelfall dar. Verpflichtend vorgeschrieben ist in Zukunft auch ein fest angestellter Teammanager, der über Seminare ausgebildet werden soll.

Und: Die Lizenzgebühren werden in einem Stufenplan angehoben. Evivos Vorschlag, die Gebühren an die Höhe der Etats zu koppeln, fand keine Gegenliebe. In Zukunft werden die Lizenzgebühren an die Dauer der Zugehörigkeit zur 1. Bundesliga gekoppelt. Und damit zählt Evivo zu den Klubs, die am meisten zu zahlen haben. „Wir wollten halt nicht, dass Aufsteiger direkt kräftig zur Kasse gebeten werden, zumal sich Zweitliga-Klubs sowieso schwer tun, die finanziellen Anforderungen an die Bundesliga zu erfüllen“, erklärte Hein.

Apropos Finanzen: Evivo gehört zu den Vereinen, die das Lizenzierungsverfahren ohne Probleme bestanden haben, während die DVL dem CV Mitteldeutschland und den Bottroper Volleyballern die Lizenz nur unter strengsten Auflagen erteilte und sie Königs Wusterhausen verweigerte.

Viel weiter als so mancher anderer Bundesligist ist Evivo auch bei der Etataufstellung für die kommende Saison, wie Dürens Geschäftsführer erklärte.

Kostendisziplin

Hein führte weiter aus, dass der Konsolidierungsweg Evivos bald erfolgreich abgeschlossen sein wird: „Spätestens 2015 werden wir die Überbleibsel aus unseren Champions-League-Zeiten abgebaut haben.“ Aber auch danach werde Evivo weiter vernünftig arbeiten: „Wir werden unsere große Kostendisziplin dann auch in den folgenden Jahren beibehalten“, betonte Hein.

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