Düren - Evivo hakt Platz 5 mit einer Niederlage ab

Evivo hakt Platz 5 mit einer Niederlage ab

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
Volleyball / Evivo
Noch jubeln sie: Wie im Hinspiel in der Arena Kreis Düren war für Volleyball-Bundesligist Evivo Düren auch im Rückspiel in Brandenburg nichts zu holen. Foto: Sistemich

Düren. Das Thema Platz fünf ist für den Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren durch. Nach der erneuten Niederlage gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen hat die Mannschaft von Trainer Sven Anton in der Bundesliga nur noch theoretische Chancen auf das zum Jahreswechsel gesteckte Saisonziel.

Glatt mit 0:3 (21:25, 20:25, 18:25) hat Evivo auswärts gegen die neue Mannschaft ihres ehemaligen Trainers Mirko Culic verloren.

Drastisch das Fazit von Trainer Sven Anton. Ob denn ein Spieler der eigenen Mannschaft positiv herauszuheben sei, lautete die Frage. Und die Antwort war ein entschiedenes Nein! Vor allem in den Elementen Angriff und Annahme der gegnerischen Aufschläge habe seine Mannschaft enttäuscht, berichtete der Trainer nach der Partie. Ausnahme sei Libero Jeff Weiler gewesen. „An ihm hat es nicht gelegen”, so Anton.

Dem Rest der Mannschaft machte der 38-Jährige Vorwürfe. „Ich bin gefrustet, weil wir wieder bei Null anfangen müssen”, blickte Anton auf die gute Trainingsarbeit der vergangenen Wochen zurück. Angreifer Heriberto Quero, zuletzt immer besser in Fahrt gekommen, nahm Anton im Rahmen seiner verzweifelten Wechselspiele zwischenzeitlich sogar vom Feld, obwohl der andere Hauptangreifer Alexander Mayer verletzt ist. Niklas Rademacher, der vorher ausgewechselt worden war, musste für Quero ran.

Die Hoffnung, dass Düren das große Rätsel der Hinrunde gelöst hat, hat sich in Brandenburg zerschlagen. „Im Spiel haben wir dann plötzlich alles vergessen”, erklärte Anton die große Diskrepanz zwischen Trainingsleistung und Spiel. Evivo verkrampft und kann sein Potenzial nicht abrufen. Daran haben offenbar auch die drei Siege in Folge zuletzt nichts geändert. Bis zum nächsten Samstag bleibt Anton nichts anderes übrig, als kontinuierlich und intensiv im Training weiterzuarbeiten.

Herber Rückschlag

Gleichzeitig musste Anton anerkennen, dass der Gegner stark aufgespielt hat. Die Mannschaft des ehemaligen Dürener Trainers Culic sei besser gewesen und habe verdient gewonnen. Vor allem der Kubaner Salvador Hildalgo habe Düren mit mehreren Aufschlagserien zugesetzt. Das Vorhaben, nach einer durchwachsenen Hinrunde gut in die Rückserie zu starten, hat Düren, das jetzt einen Punktestand von 12:14 hat, deutlich verfehlt. Jetzt gilt es für die Mannschaft von Trainer Sven Anton, diesen herben Rückschlag schnell zu verkraften, um die drei wichtigen Spiele im Januar positiv zu gestalten und damit einen erneuten Fehlstart zu verhindern.

Wie schwierig das Vorhaben wird, wurde noch am Abend der Dürener Niederlage in Königs Wusterhausen deutlich. Der Gegner beim Heimspiel am kommenden Samstag, Bad Dürrenberg, hat mit Generali den zweiten Meisterschaftsanwärter geschlagen.

Zuvor waren die Sachen schon gegen den VfB Friedrichshafen erfolgreich. „Egal wie: Wir müssen das Spiel gewinnen”, forderte Anton. Der Druck ist zurück. Bad Dürrenberg, Wuppertal und Rottenburg heißen die Gegner im Januar.

Soll die Reise in Richtung Playoffs gehen, dann ist verlieren verboten. Allerdings steht Evivo in Sachen unliebsamer Überraschungen nicht alleine da. Das Schicksal, dass die vermeintlichen Großen Federn gegen die Kleinen lassen, teilt Düren in einer Liga, die wesentlich stärker und ausgeglichener besetzt ist, beispielsweise mit Serienmeister Friedrichshafen oder Mitfavorit Generali Haching.

In Brandenburg gab es aber auch eine positive Nachricht: Die Fans unterstützen die Mannschaft nach wie vor beispiellos. Und deshalb entschuldigte sich Anton. Und zwar bei den zehn Dürener Fans, die die weite Reise nach Berlin angetreten hatten und dafür nicht belohnt wurden.
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