Evivo gibt die ersten Antworten

Von: jan
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Bisher konnte Nicolai Kracht im Evivo-Trikot mit den Dürener Fans feiern. Heute kommt der 23-Jährige erstmals als Gegner zurück in die Arena Kreis Düren. Kracht spielt für die Netzhoppers Königs Wusterhausen Bestensee. Foto: Jansen

Düren. Warum ausgerechnet immer die Netzhoppers? Diese Frage haben sich die Fans des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren in den vergangenen Jahren häufiger stellen müssen als es ihnen lieb war. Die Netzhoppers Königs Wusterhausen Bestensee haben Evivo viele schmerzhafte Niederlagen beigebracht.

Am Mittwochabend stehen sich die Rivalen am ersten Spieltag der Volleyball-Bundesliga wieder gegenüber. Anpfiff des ersten Spiels der neu formierten Evivo-Mannschaft ist um 19.30 Uhr in der Arena Kreis Düren. Dann gibt es Antworten auf die Frage, ob das Evivo-Team mit seinen sieben Neuzugängen den guten Eindruck aus der Vorbereitung bestätigen kann.

Nicolai Kracht kennt mittlerweile Antworten. Nicht die nach dem neuen Dürener Team. Dem gehört er seit dem Sommer nicht mehr an. Drei Jahre hat sich der 23-Jährige im Evivo-Trikot immer wieder gefragt, warum Düren sich gegen die Volleyballer aus Brandenburg so schwer getan hat. „Weil Mirko Culic seine Mannschaft immer perfekt auf jeden Gegner vorbereitet”, kann Kracht jetzt von der akribischen Arbeit des ehemaligen Dürener Trainers Mirko Culic berichten.

Neue Energie

Jetzt hofft der 2,05-Meter-Mann darauf, dass sein neues Team seinen Ruf als Dürener Angstgegner festigen kann. Die mannschaftliche Geschlossenheit ist ein weiterer Bestandteil des Erfolgsrezept bei Dürens Gegner. Genau diese Tugend hat Evivo in der vergangenen Saison vermissen lassen. Die fünf verbliebenen Spieler im Dürener Kader - Jaromir Zachrich, Tim Elsner, Tomas Kocian, Merten Krüger und Georg Klein - betonen seit Wochen, dass nach dem drastischen Umbruch im Sommer mit Trainer- und vielen Spielerwechseln neue Energie in der Mannschaft stecke.

Spaß, Intensität und Leidenschaft sind die Begriffe, die immer wieder fallen, wenn sie die Stimmung beschreiben. „Ich denken, dass die Karten neu gemischt werden”, sagt Nicolai Kracht. „Düren hat viele neue Spieler, die nichts damit zu tun haben, dass die Netzhoppers ein Angstgegner sind. Noch nicht”, spekuliert der Ex-Evivo-Spieler darauf, dass sein neues Team dem Gastgeber das Fürchten lehrt. Abgesehen davon freut sich Kracht auf die Rückkehr in die Stadt, in der er 2009 den Sprung in die Bundesliga geschafft hat. „Ich habe noch viele Freunde in Düren. Und ich habe in der Arena so viele Stunden trainiert. Es wird sicher ein komisches Gefühl, da jetzt als Gegner zu spielen.”

Das Erlebnis der ersten Rückkehr nach Düren hat Till Theissen schon hinter sich. Der ehemalige Junioren-Nationalspieler aus Kreuzau, der früher als Evivo-Fan auf der Tribüne gesessen hat, spielt sein zweites Jahr für die Netzhoppers. Im vergangenen Jahr hat er erstmals in Düren gewonnen. Diesmal betrachtet er die Partie nüchtern. „Es ist das Spiel, bei dem ich nach Hause komme und meine Familie und Freunde treffe. Aber während des Spiels ist es wie in jeder anderen Partie auch.”

Prognosen, wer Favorit ist, fallen vor dem ersten Spieltag schwer. Das Evivo-Team besteht nicht nur aus vielen neuen Spielern und hat mit Michael Mücke einen neuen Coach. Die Spiel-Philosophie ist auch eine andere geworden. Die Zeiten, in denen Düren von einem dominanten Angreifer abhängig war, sind vorbei.

Erstens, weil Evivo keinen Christian Dünnes oder Heriberto Quero mehr in seinen Reihen hat, die die Hälfte aller Angriffe ausführen und trotzdem nicht zu stoppen ist. Zweitens, und das ist die nachhaltigste Veränderung, ist Düren im Spielaufbau sicherer und variabler geworden. Zum ersten Mal seit vielen Jahren gelten die Volleyballer von Rur wieder als Mannschaft, die die gegnerischen Aufschläge sicher verarbeitet und deswegen variabler und schneller im Angriff spielt.

In der Vorbereitung hat Evivo laut Trainer Mücke gezeigt, dass die Mannschaft das Niveau hat, um sich in der Liga erfolgreich zu behaupten. „Vorbereitung ist Vorbereitung”, sagt Mücke. „Erst im Wettkampf wird sich zeigen, ob das Team unter Druck wirklich so reagiert, wie ich mir das erhoffe. Ich bin selbst gespannt, aber optimistisch”, erwartet der zurückgekehrte Trainer Antworten auf die spannenden Fragen, die auch er sich seit Wochen stellt.
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