Evivo gegen Unterhaching: „Nicht frühzeitig aufgeben”

Von: jan
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Schon im Hinspiel brachte Ex-E
Schon im Hinspiel brachte Ex-Evivo-Spieler Christian Dünnes die Dürener Fans zur Verzweiflung. Jetzt steht das Rückspiel in Unterhaching an. Evivo ist gegen das neue des Team seines ehemaligen Top-Angreifers krasser Außenseiter. Foto: Guido Jansen

Düren. Das Wort Sieg in den Mund zu nehmen, wäre vermessen. Der Volleyball-Bundesligist Evivo Düren tritt morgen um 16 Uhr bei Generali Haching an. Bei keinem anderen Duell in der Bundesliga haben sich die Vorzeichen derart verschoben wie bei diesem.

Vor der Saison galt das Aufeinandertreffen von Evivo und Generali als spannende Begegnung auf Augenhöhe. Davon kann derzeit keine Rede sein. Haching dominiert die Liga mit fast beängstigender Dominanz.

Alle Spiele hat das Team des ehemaligen Dürener Top-Angreifers Christian Dünnes bisher in der Bundesliga gewonnen. Und dabei haben die Bayern gerade einmal fünf Sätze abgegeben. „Diese Zahlen zeigen eindeutig, dass Haching das Maß aller Dinge in der Liga ist”, weiß Dürens Trainer Söhnke Hinz. Das kann Evivo nicht von sich behaupten. Evivo liegt mit vier Siegen und acht Niederlagen weit hinter den Erwartungen zurück.

Und wer zuletzt zu Hause gegen den Tabellenvorletzten Mitteldeutschland verliert, der dürfte beim Dominator der Liga nichts zu melden haben. Soweit die Logik, der sich Söhnke Hinz keinesfalls verweigert. Deswegen spricht er davon, dass seine Mannschaft eine gute Leistung im Münchner Vorort abliefern soll. „Wenn diese gute Leistung besagt, dass wir trotzdem glatt mit 0:3 verlieren, dann muss man anerkennen, dass Haching eine Klasse besser ist.”

Aber falls die Bayern wegen der Doppelbelastung aus Champions League und Bundesliga nicht ihr bestes Niveau spielen sollten, dann will Düren da sein. „Wir können nicht mehr tun als unser Bestes zu spielen. Das verlange ich von den Spielern. Wofür das reicht, hängt auch vom Gegner ab”, erklärt Dürens Trainer weiter. Das Problem ist die Ausgeglichenheit von Generali auf hohem Niveau. „Natürlich haben sie mit Christian Dünnes den besten Angreifer. Aber da stehen auch noch zwei andere Spieler im Außenangriff, die ebenfalls stark sind bei schweren Angriffen”, zählt der Evivo-Coach eine Stärke des Pokalsiegers auf. Im Gegensatz zur Dürener Mannschaft der vergangenen Saison reiche es eben nicht, Dünnes in den Griff zu kriegen.

Düren hat derzeit zehn Spieler im Kader. Stefan Hübner hat seine Karriere wie berichtet beendet, Tim Elsner fällt bis zum Saisonende aus. Damit fehlen der ohnehin jungen Mannschaft die beiden ältesten Spieler. Die Suche nach einem Hübner-Ersatz läuft. Elsners Fehlen soll von den drei Außenangreifern Christian Fromm, Joe Deimeke und Nicolai Kracht aufgefangen werden. Fromm gilt als gesetzt. „Joe und Nico haben in dieser Saison schon gute Leistung gezeigt. Das sollte funktionieren”, so der Trainer.

Im Evivo-Training stand zuletzt der Kraftaufbau für das Saisonfinale auf dem Programm. „Wir wollen die Grundlage legen, um am Ende genug Kraft zu haben”, erklärt der Trainer. Das bedeute aber nicht, dass die Partien in Haching und eine Woche später zu Hause gegen den Meister VfB Friedrichshafen im Training einfach ignoriert werden. Denn auch spielerisch sollen die Partien Düren vorbereiten. Und das funktioniert nicht, wenn die Dürener Mannschaft mit müden Knochen noch einmal heftig vom Gegner verprügelt wird.
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