Evivo fit für Sporthalle mit niedriger Decke

Von: jan
Letzte Aktualisierung:
evivo_mon_bu
Wiedergutmachung gefragt: Im Hinspiel in Düren zeigten Heriberto Quero (rechts) und seine Mitspieler gegen Moers eine schwache Leistung und verloren 0:3. Foto: Guido Jansen

Düren. Gerechnet wird nicht. Dabei ist in der Volleyball-Bundesliga gerade die Zeit des Rechnens angesagt. Wenige Spieltage vor Schluss ist eigentlich der richtige Zeitpunkt für ausgiebige Was-Wäre-Wenn-Spielchen.

Um es kurz zu machen: Evivo Düren müsste alle fünf verbleibenden Spiele in der Normalrunde gewinnen, damit die Mannschaft überhaupt eine Chance hat, entweder am Moerser SC oder an den Netzhoppers Königs Wusterhausen vorbei auf Platz fünf zu klettern.

„Ich rechne nicht”, sagte Dürens Trainer Sven Anton kurz und knapp zu diesen Spielchen. „Ich denke von Spiel zu Spiel.” Die nach einer typischen Sportler-Phrase klingende Aussage trifft genau zu. Denn erstens ist es sehr unwahrscheinlich, dass Evivo Platz sechs bis zum Beginn der Playoffs noch verlassen wird.

Und zweitens ist der Unterschied zwischen Platz fünf und sechs als Ausgangsbasis für das Viertelfinale nicht relevant. Der Sechste bekommt es mit dem Dritten zu tun, der Fünfte mit dem Vierten. Bei der engen Leistungsdichte in der Liga in diesem Jahr ist der Unterschied praktisch nicht vorhanden.

Deshalb schaut Sven Anton derzeit nur darauf, dass seine Mannschaft sich weiter verbessert. „Wir wollen auf dem, was wir gegen Berlin gezeigt haben, aufbauen”, so der Trainer. Aufbauen müssen sie auch. Denn das nächste Spiel steht heute um 20.15 Uhr auswärts beim Moerser SC an. Und da muss Evivo sich weiter verbessert zeigen.

Der MSC musste umziehen aus dem baufälligen Sportzentrum Rheinkamp und spielt jetzt mit Sondergenehmigung in der Sporthalle des Adolfinum-Gymnasiums. Ein nicht zu vernachlässigender Vorteil für die Moerser: Starke Aufschläge bedeuten eine hohe Flugbahn des Balls, nachdem dieser von den Unterarmen des Gegners gebaggert worden ist. Und eine hohe Flugbahn kann schnell zu einem Konflikt mit der niedrigen Decke und damit zu einem Punkt für den Aufschläger führen.

Evivo tummelte sich deshalb in Schulsporthallen, in denen die Decke ebenfalls tief hängt. Die Arena dagegen zählt in der Liga zu den Hallen mit der größten Deckenhöhe. „Dann kann nachher keiner kommen und die Halle in Moers als Ausrede anführen. Wir sind darauf vorbereitet”, so der Dürener Trainer. Mehr noch: Evivo will den Heimvorteil der Moerser für sich nutzen. Denn auch die Annahme der Moerser kann mit der Decke kollidieren, wenn Düren stark serviert.

Spiel am 8. März

Über zwei andere Moerser Faktoren, die einen Einfluss haben könnten, macht sich Sven Anton wiederum keine Gedanken. Zum einen ist unklar, ob der starke Niederländer Joram Maan nach seiner Fußgelenkverletzung vom vorvergangenen Wochenende auflaufen kann. Andererseits ist gut möglich, dass Düren auf eine müde Moerser Mannschaft trifft.

Der MSC bestreitet am 8. März das Pokalfinale gegen Generali Haching. Wenn die Mannschaft dann athletisch topfit sein will, so muss sie jetzt Kraftaufbau betreiben. Das führt zunächst zu schweren Beinen, bevor die Leistungskurve einige Tage später ansteigt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert