Düren - Evivo fehlen im Tie-Break wieder zwei Punkte

Evivo fehlen im Tie-Break wieder zwei Punkte

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
Der Dürener Block kommt zu sp
Der Dürener Block kommt zu spät: Kapitän Jaromir Zachrich (Nr. 14) und Christian Fromm (Nr. 2) können den Angreifer des portugiesischen Meisters Fonte Bastardo Azores nicht stoppen. Nach dem 2:3 im Rückspiel ist Evivo aus dem europäischen Challenge-Cup Foto: Abels

Düren. Evivo-Trainer Söhnke Hinz ballte die Faust: Der „Golden Set” im Rückspiel der 2. Runde im europäischen Challenge-Cup war in greifbarer Nähe.

Im Tie-Break hatte sein Team nach einer großen kämpferischen Leistung gerade erst einen Drei-Punkte-Vorsprung des portugiesischen Meisters Fonte Bastardo Azores aufgeholt und war durch Christian Fromm sogar mit 13:12 in Führung gegangen.

Doch Hinz hatte sich zu früh gefreut. Drei Ballwechsel und zwei knallharte Aufschläge der Gäste später stand Evivo trotz der lautstarken Anfeuerung der 800 Zuschauer in der Arena Düren wieder mit leeren Händen da.

Hängende Köpfe auf der einen Seite, sich jubelnd in der Armen liegende Portugiesen auf der anderen: Nach dem 3:0-Hinspielsieg zogen die Mannen von den Azoren mit einem 3:2-Sieg in Düren (25:27, 25:21, 25:21, 19:25, 15:13) verdientermaßen in die nächste Runde ein.

Wie schon gegen die Berlin Recycling Volleys am Samstag fehlte Evivo in einem Spiel zweier über weite Strecken gleichwertigen Teams am Ende das nötige Quäntchen Glück, aber auch wie so oft bereits in dieser Saison Routine und Cleverness.

Beim 14. Punkt der Gäste im Tie-Break kratzte der Ball nach einem Block der Portugiesen noch die Linie des Dürener Feldes, beim Matchball blieb der für den US-Amerikaner Joe Deimeke eingewechselte Tim Elsner ein wenig übermotiviert an der „Netzwand” des Gegners hängen.

Der Tie-Break war ein Spiegelbild des gesamten Matches: Starke Dürener Phasen wechselten sich mit unkonzentrierteren ab Mal blockten Kapitän Jaromir Zachrich und Georg Klein in bester Manier den portugiesischen Angriff, immer wieder kamen Thiago oder Caique aber auch zu leichten Angriffspunkten.

Während Dürens Libero Fabian Kohl wie schon gegen Berlin rackerte, keinen noch so aussichtslos durch die Halle fliegenden Ball verloren gab und zum vielleicht besten Dürener Akteur an diesem Abend avancierte, war die Evivo-Abwehr ansonsten nicht immer auf der Höhe.

Vor allem Christian Fromm, den sich die Gäste von den Azoren als Schwachpunkt der Dürener Annahme ausgeguckt hatten, zeigte bei den variablen Aufschlägen der Gäste immer wieder Schwächen. Und auch Zuspieler Merten Krüger hatte nicht seinen besten Tag erwischt.

Ihm und Diagonalangreifer Matthias Böhme, der nicht an seine Topleistung aus dem Berlin-Spiel anknüpfen konnte, waren die Strapazen der vergangenen Tage doch sehr anzusehen. Für Krüger brachte Hinz im vierten Satz den Ex-Mendiger Tomas Kocian, der unter den Augen seines Ex-Coachs Bernd Werscheck eine starke Partie bot und maßgeblichen Anteil am Gewinn des Durchgangs hatte.

Auch wenn es am Ende nicht zum Weiterkommen gereicht hat, zog Evivo-Trainer Söhnke Hinz positive Schlüsse auch aus dieser Partie: „Wir konnten das hohe Niveau der routinierten Portugiesen über weite Strecken mitgehen”, freute sich Dürens Trainer vor allem, dass nach langer Zeit „endlich auch wieder einmal der Schnellangriff durch die Mitte über Zachrich und Klein zum Erfolg geführt hatte”.

Vor den Weihnachtstagen muss Evivo heute Abend noch einmal ran, in der Bundesliga beim noch sieglosen Schlusslicht RWE Volleys Bottrop. „Ein Sieg ist Pflicht”, weiß Hinz, auch wenn er im vierten Spiel seiner Mannschaft binnen zehn Tagen keinen Selbstläufer sieht und weit davon entfernt ist, ein 3:0 zu fordern. „Es wird kein leichtes Spiel. Wir treffen auf eine Truppe, die die Saison wohl schon abgehakt hat und einfach drauflos spielt.”
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