Evivo fährt entspannt an den Bodensee

Von: Jörg Abels
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Vielleicht auch gegen den VfB der Weg zum Erfolg: der schnelle Angriff durch die Mitte, beispielweise - wie hier gegen Bukarest - über Felix Isaak. Foto: Abels

Düren/Friedrichshafen. Die Ausgangslage ist klar: Für Serienmeister VfB Friedrichshafen zählt am Samstagabend im Bundesliga-Heimspiel gegen Evivo Düren nur eins: der Sieg. „Wir müssen zurück in die Erfolgsspur finden”, nimmt Stelian Moculescu sein Team nach zuletzt drei Niederlagen in Folge in die Pflicht.

Und der Meistertrainer hat seine Spieler ob der ungewohnten Situation unter der Woche hart rangenommen: Zweimal täglich bat er zu Übungseinheiten, um die Niederlagen aus den Köpfen zu kriegen und an den eigenen Stärken zu arbeiten.

Bisher maximal ein Satzgewinn

„Der Druck lastet eindeutig auf dem VfB”, hat sein Dürener Pendent Sven Anton am Freitag denn auch deutlich entspannter die Busfahrt an den Bodensee angetreten, zum „leichtesten Spiel des Jahres”. Ein Satzgewinn war bislang die Maximalausbeute eines Dürener Teams in Friedrichshafen. „Sollten wir es schaffen, zwei Sätze zu gewinnen, hätten wir uns bereits um 100 Prozent gesteigert”, schlussfolgerte Dürens Coach ein wenig süffisant, ohne sich bei Taktik und Aufstellung in die Karten schauen zu lassen.

Viellicht kann er ja ob seiner wiedergewonnenen personellen Alternativen sogar den alten Trainerfuchs Moculescu überraschen. Der ist selbst gespannt, „was für eine Mannschaft sich gegen uns präsentiert”; ob bei Evivo beispielsweise der Niederländer Michael Olieman nach seiner starken Vorstellung gegen Bukarest erneut auf der Diagonalposition auflaufen wird, so dass Christian Dünnes über die Außenposition angreifen könnte. Eher unwahrscheinlich ist, dass Anton Kamil Kacprzak ins kalte Wasser wirft. Der polnische Neuzugang deutete am Donnerstag bei seinem ersten Training in Düren zwar bereits sein Können an, braucht aber wohl noch ein wenig Eingewöhnungszeit.

„Wir haben nichts zu verlieren, können befreit aufspielen und damit den Druck auf den VfB noch verstärken”, betont Anton und hofft, dass der Meister angesichts der für ihn ungewohnten Situation trotz der größeren Erfahrung und individuellen Klasse der Spieler Nerven zeigt. Friedrichshafen aber ist nicht Bukarest. „Nur wenn wir alle unser bestes Level erreichen, haben wir eine Chance.”
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